50 Jahre SCHOTT Nippon: Seit einem halben Jahrhundert Partner der japanischen Industrie

Helmut Zeller, der erste Präsident von SCHOTT Nippon, bei einer Produktinspektion. Foto: SCHOTT.

SCHOTT feierte heute in Tokio das 50-jährige Bestehen seiner Vertriebsgesellschaft SCHOTT Nippon. Ihre Gründung 1966 markiert den Eintritt des Technologiekonzerns nach Asien mit dem ersten Vertriebsbüro. Seitdem hat SCHOTT sein Geschäft in Asien strategisch ausgebaut und den Umsatzanteil Asiens am Konzernumsatz kontinuierlich gesteigert: Von 17% in 2005 über 21% in 2010 bis zu 25% im vergangenen Geschäftsjahr. SCHOTT strebt an, bis 2020 die 30-Prozent-Marke in Asien zu erreichen.

“Japan war und ist ein wichtiger Pfeiler des Geschäfts von SCHOTT in Asien. Das Land ist einer der bedeutendsten Absatzmärkte für unsere Innovationen“, so Dr. Frank Heinricht, Vorstandvorsitzender der SCHOTT AG.

SCHOTT Nippon nahm die Arbeit 1966 auf, als das Farbfernsehen in Japan gerade Einzug erhielt. Der erste Verkaufserfolg des Unternehmens war das B270® Kronglas, ein ultraweißes Glas, das seinerzeit für die Fertigung von Brillengläsern eingesetzt wurde. Das Produkt ist bis heute im SCHOTT Lieferprogramm. Es wird inzwischen in Konsumgüter-Optiken, industriellen Anwendungen und als Substrat für Bio-Chips eingesetzt – ein Beispiel für die Langlebigkeit und Diversifizierung des Produktportfolios von SCHOTT. Optische Gläser und Komponenten, Dünnglas und Wafer stellen derzeit einen wichtigen Teil des Geschäfts von SCHOTT Nippon dar.

Auch das Thema Glaskeramik spielt für SCHOTT eine wichtige Rolle in Japan. Seit mehr als 20 Jahren vertreibt das Unternehmen seine SCHOTT CERAN® Glaskeramik-Kochflächen für Gas-Kochgeräte in Japan. Weiterhin führte das Unternehmen die NEXTREMA® Glaskeramik für Hochtemperatur-Industrie-Anwendungen jüngst erfolgreich in Fernost ein.

SCHOTT Nippon bietet seinen lokalen Kunden ebenfalls Rohrglas und optische Glasfasern für den Einsatz in medizinischen Anwendungen an. SCHOTT ist heute in vielen Haushalten in Japan zu finden. Komponenten aus Spezialglas befinden sich in Mobiltelefonen und PCs, Uhren, pharmazeutischer Verpackung sowie in Autos und Flugzeugen.

Ein fester Bestandteil des aktuellen Erfolges von SCHOTT ist die Innovationskraft des Unternehmens, die sich seit der Gründung durch Otto Schott in Jena 1884 wie ein roter Faden durch die Geschichte zieht. Dieses Jahr wurde SCHOTT mit den Innovationspreis der Deutschen Wirtschaft in der Kategorie Großunternehmen für sein ultradünnes Glas ausgezeichnet. Dünner als ein menschliches Haar und extrem biegsam, dient es als Basis für Produktinnovationen in den Elektronik- und Halbleiterindustrien, wo es die Herstellung immer schnellerer, energieeffizienterer und dünnerer mobiler Endgeräte ermöglicht.

“Das Produktportfolio von SCHOTT auf Basis von Spezialglas und Glaskeramik entwickelt sich stets weiter. Und der Wille des Unternehmens, dank seiner Technologiekompetenz besondere Innovationen auf den Japanischen Markt zu bringen, ist stärker als je zuvor. Dabei verfolgen wir die Strategie, nah am Kunden zu sein. Aus diesem Grund haben wir ein starkes lokales Key-Account-Management aufgebaut, das durch technischen Support von unserem japanischen Application Engineering Center unterstütz wird“, so Airi Yukawa, CEO und Präsident von SCHOTT Nippon.

Um sehr eng mit seinen japanischen Kunden in der Elektronik- und Halbleiterindustrie zusammen zu arbeiten, ist SCHOTT mit NEC im Jahr 2000 ein Joint Venture eingegangen. NEC SCHOTT stellt hermetische Glass-Metall-Gehäuse für den Schutz sensibler Elektronik wie Sensoren, Thermosicherungen, Batterie-Abdeckungen her. Hauptanwendungen sind in den Bereichen Optoelektronik, Hausgeräte und Automotive.
Quelle: SCHOTT AG