23.02.2015

Bundeswehr bezieht mobile Solarcontainer mit aleo Hochleistungsmodulen

Die deutsche Bundeswehr bezieht mobile Solarcontainer mit Hochleistungsmodulen des Herstellers aleo solar. Die Photovoltaikmodule sind in Containern des Herstellers Multicon Solar eingebaut, die als mobile Kraftwerke umweltfreundlichen Strom für Militärcamps und Feldlager der Bundeswehr erzeugen. Sie sollen Dieselgeneratoren ersetzen oder unterstützen.

„Die Bundeswehr ist auf eine zuverlässige Energieversorgung angewiesen und setzt daher in Krisengebieten ausschließlich eigene Dieselgeneratoren ein. Die Treibstoffbeschaffung für die Generatoren ist oft eine sehr gefährliche Aufgabe. Wir können daher Menschenleben schützen, wenn wir fossilen Kraftstoff einsparen und wir steigern damit die Durchhaltefähigkeit der Truppe“, berichtet Michael Schulz, Technischer Regierungsamtsrat bei der deutschen Bundeswehr. „Der Solarcontainer ermöglicht eine sichere Stromversorgung, die überall verfügbar ist. Das ist für unsere Arbeit von unschätzbarem Wert.“

Die Multicon Solarcontainer werden als schlüsselfertige Solarsysteme mit eingebautem Batteriespeicher und intelligentem Energiemanagementsystem ausgeliefert. Vor Ort werden die verkabelten Photovoltaikmodule aus dem Container ausgeklappt, die Auf- und Abbauzeit beträgt weniger als eine Stunde. Bei Gefahren wie Sandstürmen, Unwetter oder Vandalismus sind die Module im Container sicher.
„Wir wollten unsere Multicontainer mit so viel Solarleistung wie möglich ausstatten und dabei auf ein zuverlässiges, langlebiges Solarmodul zu einem fairen Preis zurückgreifen. Deshalb haben wir uns für die Hochleistungsmodule von aleo solar entschieden“, erklärt Sven Leinardi, Executive Manager der Multicon Solar Group, die den Solarcontainer herstellt. „Mit konventionellen 60-Zellen-Modulen würde der Container weit weniger Stromertrag liefern.“

Die Hochleistungsmodule von aleo solar erreichen einen Wirkungsgrad von über 18,3 Prozent, der durch die Kombination ausgewählter Komponenten und Solarzellen der neuesten Technologie erreicht wird. Neben den speziellen Zellverbindern (LHS = light harvesting string) sorgen Antireflex-beschichtetes Frontglas und eine hochtransparente EVA-Folie dafür, dass mehr Licht zur Zelle gelangt.
„Weltweit haben über eine Milliarde Menschen keinen Strom und eine weitere Milliarde produziert den Strom mit umweltschädlichen Dieselgeneratoren. Der Solarcontainer kann auch Schwellen- und Entwicklungsländern helfen, ihren ständig wachsenden Energiebedarf zu decken. Wir sind stolz darauf, diese wegweisenden Solarinselanlagen mit unseren Modulen zu beliefern und dabei zu helfen, sauberen Strom überall auf der Welt zu erzeugen“, ergänzt Günter Schulze, Geschäftsführer der aleo solar GmbH.

Jeder Solarcontainer verfügt über eine Leistung von bis zu 27 kWp und speichert bis zu 150 kWh Solarstrom. Da die Container untereinander in beliebiger Anzahl koppelbar sind, können sie auch einen Strombedarf von mehreren Megawatt decken und können auch ausreichend Strom für Krankenhäuser oder Flüchtlingslager liefern oder zum Beispiel zur Wasserentsalzung eingesetzt werden. Die patentierten Solarcontainer werden in Duisburg in vier verschiedenen Leistungsstufen von 5,4 bis 27 kWp mit einer Speicherkapazität von 15 bis 150 kWh hergestellt. Sie können einphasigen sowie dreiphasigen Strom erzeugen, die Stromgestehungskosten liegen bei ab 13 Cent pro kWh. Jeder Container kann einfach auf einem Zweiachser-LKW transportiert werden.

Quelle: aleo solar GmbH /aleo-solar.de