Die Akquisition eines Glaswerks in Italien führte im Geschäftsjahr 2015 zu einer Steigerung des Absatzes und der währungsbereinigten Nettoerlöse aus Lieferungen und Leistungen um 9,0 Prozent.

Die Akquisition eines Glaswerks in Italien führte im Geschäftsjahr 2015 zu einer Steigerung des Absatzes und der währungsbereinigten Nettoerlöse aus Lieferungen und Leistungen um 9,0 Prozent. Die vor allem durch den starken Franken bedingten Kursverluste führten zu tieferen ausgewiesenen Erlösen und Gewinn; dennoch blieb der Cash Flow auf Vorjahresniveau.

Finanzielle Eckwerte 2015:

•    Nettoerlöse: CHF 557,0 Mio. (2014: CHF 599,3 Mio.)
•    EBIT: CHF 50,3 Mio. (2014: CHF 49,1 Mio.)
•    EBIT-Marge: 9,0 Prozent (2014: 8,2 Prozent)
•    Konzerngewinn: CHF 42,1 Mio. (2014: CHF 49,2 Mio.)
•    Nettoliquidität: CHF 11,2 Mio. (2014: CHF 54,5 Mio.)
•    Cash Flow: CHF 103,7 Mio. (2014: CHF 107,2 Mio.)
•    Cash Flow-Marge: 18,6 Prozent (2014: 17,9 Prozent)
•    Eigenkapitalanteil: 74,4 Prozent (2014: 79,9 Prozent)

Im Geschäftsjahr 2015 erwarb Vetropack ein Glaswerk in Trezzano sul Naviglio (heute Vetropack Italia S.r.l., 10 Kilometer westlich vom Mailänder Stadtzentrum). Dank dieser Akquisition konnte der Marktanteil in Italien signifikant gesteigert werden.
Die Vetropack-Gruppe setzte insgesamt 4,64 Mia. Stück Verpackungsglas ab; 2 Prozent mehr als im Vorjahr (2014: 4,55 Mia. Stück). 162,2 Mio. Stück davon stammten aus der italienischen Produktion. Gesamthaft betrachtet entfielen auf die Inlandmärkte 55,7 Prozent des Stückverkaufs und auf die Exportmärkte 44,3 Prozent. Mit diesem Absatz erwirtschaftete die Vetropack-Gruppe konsolidierte Nettoerlöse aus Lieferungen und Leistungen von CHF 557,0 Mio., was einem nominellen Rückgang von 7,1 Prozent entsprach.

Massgebend dafür waren vor allem die Aufhebung der Bindung des Schweizer Frankens an den Euro sowie der Kurszerfall der ukrainischen Hrivna. Das führte zu einem währungsbedingten Verlust auf den Nettoerlösen von 16,1 Prozent. Währungsbereinigt stiegen die Nettoerlöse jedoch auf CHF 653,3 Mio. Währungsbereinigt und ohne die Akquisition in Italien betrugen die Nettoerlöse CHF 622,8 Mio. (2014 ohne Vetropack Italia S.r.l.: CHF 599,3 Mio.).

Das konsolidierte EBIT betrug CHF 50,3 Mio. Das EBIT des Vorjahrs von CHF 49,1 Mio. war durch einmalige Restwertabschreibungen und Bereinigungen des Fertigwaren- und Ersatzteillagers belastet. Die EBIT-Marge stieg auf 9,0 Prozent (2014: 8,2 Prozent) der Nettoerlöse.

Der Konzerngewinn betrug CHF 42,1 Mio. (2014: CHF 49,2 Mio.). Der Cash Flow blieb mit CHF 103,7 Mio. (2014: CHF 107,2 Mio.) auf dem hohen Niveau des Vorjahrs. Die Cash Flow-Marge erhöhte sich auf 18,6 Prozent (2014: 17,9 Prozent). Dank der hohen Nettoliquidität des Vorjahrs von CHF 54,5 Mio. konnte die Akquisition der italienischen Tochtergesellschaft vollumfänglich aus eigenen Mitteln finanziert werden. Am Ende des Berichtsjahrs betrug die Nettoliquidität immer noch CHF 11,2 Mio.

Die Vetropack-Gruppe investierte 2015 insgesamt CHF 65,0 Mio. (2014: CHF 74,3 Mio.). Im Zentrum standen Revisionsarbeiten der beiden Schmelzwannen im österreichischen Werk Kremsmünster und im kroatischen Werk Straža. Diese turnusmässigen Reparaturen führten zu zeitlich begrenzten Produktionsunterbrüchen. Im ukrainischen Vetropack-Werk musste die Produktion aufgrund des Konsumrückgangs leicht gedrosselt werden. Alle anderen Produktionskapazitäten waren voll ausgelastet.

Ende des Berichtsjahrs beschäftigte die Vetropack-Gruppe 3228 Mitarbeitende (31. Dezember 2014: 2985 Personen). 255 davon arbeiteten im italienischen Glaswerk.

Zur Vetropack-Gruppe gehören Tochtergesellschaften in der Schweiz, in Österreich, Tschechien, in der Slowakei, in Kroatien, in der Ukraine und in Italien.

Vetropack Holding AG

Der Verwaltungsrat stellt der Generalversammlung den Antrag, eine Dividende von brutto CHF 38,50 (2014: CHF 38,50) pro Inhaberaktie und von brutto CHF 7,70 (2014: CHF 7,70) pro Namenaktie auszuschütten.

Quelle: Vetropack Holding AG