13.08.2015

EIRICH-Granuliermischer im Granulation Course der Universität Sheffield

In Europa gibt es nur wenige Institute und Hochschulen, denen in Sachen „Granulieren“ umfassende Kompetenz zuzuordnen ist. Für Kunden aus der Keramischen Industrie ist das Fraunhofer IKTS in Dresden zu nennen, das jährlich Aus- und Weiterbildungsveranstaltungen anbietet. Weiter lädt die Universität Sheffield alle zwei Jahre zu einem International Granulation Workshop ein, bestehend aus einem zweitätigen Granulation Course und einer anschließenden dreitägigen Granulation Conference. Früher mit Schwerpunkt Lebensmittel & Pharma, heute übergreifend für alle Branchen. Vom 29. Juni bis zum 3. Juli 2015 lief die Veranstaltung nun zum 7. Mal. So wie am IKTS in Dresden sind auch in Sheffield EIRICH-Mischer Teil des Programms.

Zur Erzeugung von Granulaten stehen grundsätzlich thermische und mechanische Verfahren zur Verfügung. Hohe Energiekosten bei den Verfahren der thermischen Granulation werden in vielen Branchen zunehmend ein Problem; man versucht auf andere Verfahren auszuweichen, wie Pressagglomeration, Extrusion und Aufbauagglomeration. Pressagglomeration (mit Walzenpressen) oder Extrusion (mit Lochwalzenpressen) führen in der Regel nicht zu einem feinkörnigen runden Granulat; beiden Verfahren ist ein Mischprozess vorgeordnet. Mischen und Granulieren in einem Prozess ist dagegen mit der Aufbauagglomeration im EIRICH-Mischer möglich.

Der zum Granulieren eingesetzte EIRICH-Mischer hat in Baugrößen von 1 l bis 3000 l nur ein Wirblerwerkzeug, bei größeren Maschinen zwei; schnelllaufende verschleißintensive Messerköpfe, wie bei Pflugscharmischern notwendig, sind überflüssig. Der Wirbler kann – je nach Aufgabenstellung – mit Werkzeuggeschwindigkeiten von mehr als 30 m/s laufen. Damit ist es möglich, hohe Scherkräfte zu erzeugen und Flüssigkeiten schnell zu verteilen. Ein hybrider Mischprozess erlaubt variierende Geschwindigkeiten während der Aufbereitung, je nachdem, ob trocken oder feucht gemischt und dann erst granuliert werden soll. Durch Variation von Werkzeug und Geschwindigkeit kann das Kornband in großem Umfang beeinflusst werden; je nach Material sind Granulate mit d50 von 100 µm bis 5 mm möglich.

EIRICH-Mischer sind in einer Vielzahl von Branchen als Granuliermischer im Einsatz, von A wie Aktivkohle bis Z wie Zeolith; der Investitionsaufwand ist vergleichsweise niedrig, die Anlagen sind wartungsarm. Oft werden weitere Fähigkeiten des Eirichmischers genutzt: Für Recyclingprozesse ist von Bedeutung, dass Schlämme und Stäube zu Granulaten verarbeitet werden können. Für die Düngemittelherstellung ist wichtig, dass die Granulate im Mischer gecoatet werden können, etc.

EIRICH hilft Interessenten, die jeweils günstigsten / besten Bedingungen für den Granulierprozess zu finden. Im Technikum in Hardheim sowie an vielen Standorten der EIRICH-Gruppe weltweit besteht ganzjährig die Möglichkeit, mit Kundenmaterial Machbarkeitsstudien durchzuführen.

Quelle: Maschinenfabrik Gustav Eirich GmbH & Co KG/eirich.de