25.06.2014

EIRICH betreut Wahlpflichtseminar Mischtechnik an der Hochschule Koblenz

Engagierte Nachwuchsförderung für die Keramikindustrie – ein wichtiges Thema für die Maschinenfabrik Gustav Eirich, Hersteller von Maschinen und Anlagen zum Mischen, Granulieren, Coaten, Kneten und Dispergieren, der sich seit Jahr-zehnten in der Keramikbranche einen guten Namen gemacht hat.

Bekanntermaßen garantiert nur eine gute und fundierte Ausbildung, dass die angehen-den Arbeits- und Führungskräfte der Industrie als fähige Mitarbeiter zur Verfügung ste-hen. Das Thema Nachwuchsförderung genießt daher bei der Maschinenfabrik Gustav Eirich einen hohen Stellenwert.

Im Jahr 2013 wurde dem damaligen geschäftsführenden Gesellschafter Paul Eirich von der DKG „für herausragende Verdienste um das Zusammenwirken von Industrie, Wis-senschaft und Lehre“ die Böttger-Plakette verliehen. Inzwischen steht mit Stephan Ei-rich und Ralf Rohmann die nächste Generation in Verantwortung. Und auch diese sieht sich in der Pflicht, den Nachwuchs zu fördern. Dies geschieht zum einen damit, dass Studierende auf Exkursionen gerne in Hardheim erwartet und betreut werden. Zum an-deren werden Hochschulen Vorträge zum Thema Mischen, Granulieren, Coaten, Kne-ten und Dispergieren angeboten – und von diesen gerne angenommen, wie im Kera-mikbereich in diesem Jahr von der TU Berlin und der Universität Bayreuth.

An der Hochschule Koblenz, Westerwald-Campus, wurde nun für das erste und zweite Semester des Master-Studiengangs „Werkstofftechnik Glas und Keramik“ ein Wahl-pflichtseminar „Mischen, Granulieren, Coaten, Kneten und Dispergieren“ im Umfang einer Semesterwochenstunde eingeführt, das von EIRICH-Mitarbeitern betreut wird.

In diesem Seminar erfahren die Studierenden die Grundlagen der Mischtechnik, die Entwicklungsgeschichte der mechanischen Mischer sowie die Unterschiede verschie-dener Mischsysteme. Sie verstehen, warum der Eirichmischer, beginnend um 1930, bereits kurz nach seiner Erfindung in der Keramischen Industrie die Kneter und Koller ersetzte, warum er weltweit der Standard in der Feuerfest-Industrie ist, und warum ihn viele Glashersteller für die Gemengeaufbereitung einsetzen. Darüber hinaus wird an einer Vielzahl von Beispielen aus anderen Branchen aufgezeigt, was beim jeweiligen Aufbereitungsvorgang - Mischen, Granulieren, Coaten, Kneten und Dispergieren - wichtig ist. Dies berücksichtigt, dass die späteren Tätigkeitsfelder der Studierenden sehr unterschiedlich sein werden, von der Herstellung der Keramik (mit einer Vielzahl von Werkstofftypen in Bereichen wie High-Tech-Keramik, Optokeramik, Biokeramik, Glaskeramik und Elektrokeramik) bis zur Anwendung der Keramik – z. B. in der Metallurgie. In ähnlicher Breite ergibt sich das Tätigkeitsfeld für den späteren Glas-Fachmann, bei Flachglas-, Behälter-, Gebrauchs- und Spezialglasherstellern oder bei Mineralfaserherstellern.

Auch das immer wichtiger werdende Thema Recycling wird angesprochen und an Beispielen erläutert. So wird die Zielsetzung des Erwerbs von Sach- und Methodenkompetenzen für die Verfahrensschritte Mischen, Granulieren, Coaten, Kneten und Dispergieren erreicht. Den Abschluss des Seminars bildet eine Exkursion zu einem Keramik- oder Feuerfesthersteller, wo das im Hörsaal Aufgenommene in der Praxis erlebt werden kann.

Ab dem nächsten Jahr soll Mitarbeitern aus interessierten Unternehmen die Möglichkeit gegeben werden, am „theoretischen Teil“ (4 x 90 Minuten an 2 Tagen) teilzunehmen. Insbesondere für die zahlreichen Rohstoff-, Keramik- und Feuerfesthersteller in der engeren Umgebung zu Höhr-Grenzhausen bietet sich damit eine gute und zudem kostenlose Weiterbildungsmöglichkeit. Die Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Quelle: Maschinenfabrik Gustav Eirich GmbH & Co KG