23.02.2015

EU ProSun: US-Solarzölle sind starkes Signal gegen Dumping und unfairen Wettbewerb

Das US-Handelsministerium hat heute Zölle in Höhe von über 50 % für Solarstromprodukte aus China und rund 20 % aus Taiwan festgelegt. Damit folgt es den Anträgen der US-amerikanischen Solarindustrie und wendet sich wirkungsvoll gegen chinesisches Dumping und illegale Exportsubventionen Chinas.

Die bereits zuvor geltenden Antidumpingzölle auf chinesische Solarzellen und Module, die diese Zellen enthalten, wurden von den staatlich finanzierten chinesischen Solarherstellern in großem Umfang umgangen. Diese Umgehung wird mit den neuen Zollfestsetzungen nun gestoppt. Milan Nitzschke, Präsident der europäischen Industrieinitiative EU ProSun: „Europa kann sich daran gut ein Beispiel nehmen. Auch in der EU gelten Antidumpingmaßnahmen. Aber chinesische Firmen verstoßen massenhaft gegen Zollpflicht und Preisauflagen. Und während die USA jetzt handeln, sieht die Europäische Kommission zu, wie immer mehr Solarhersteller in der EU in den Konkurs getrieben werden."

Die Zollmaßnahmen in den USA beziehen sich auf Solarzellen aus Taiwan und Module, die diese Zellen beinhalten, sowie auf Module, die mehrheitlich in China gefertigt wurden, egal, wo die verwendeten Solarzellen herstammen. Vor der endgültigen Einsetzung der Zölle muss Ende Januar noch das International Trade Committee der USA zustimmen.

Quelle: EU ProSun/prosun.org