03.05.2012

Eye-Catcher in Münchens Skyline

Eye-Catcher in Münchens Skyline

Hochhaus und Flachbau des ADAC: Gelungenes Ensemble / 12.000 Quadratmeter Glas im Stahlkorsett

Den Ausdruck „gelber Engel“ kennt jedes Kind und ein Großteil der rund 17 Millionen Mitglieder hat schon einmal die Pannenhilfe des Unternehmens genutzt: Die Rede ist von Europas größtem Automobilclub, dem ADAC. Bis dato führte er mehr als 2.400 Mitarbeiter an sechs Münchener Standorten. Seit kurzem ist die neue Zentrale in Münchens Westen in Betrieb, die alle Mitarbeiter unter einem Dach zusammenführt. Der beeindruckende Komplex besteht aus einem fünfstöckigen geschwungenen Sockelbau, aus dem ein 18 Stockwerke hoher Büroturm aus Glas und Stahl auf­ragt – ein vielfarbig schillernder Blickfang in Münchens Skyline. In Fassade und Glasdach sorgen ipasol Sonnen­schutzglas und iplus E Wärmedämmglas von Interpane für Ta­geslicht durchflutete Räume, exzellenten Schutz vor sommerlicher Überhitzung und effektive Wärmedämmung.

Auf einer Bruttogeschossfläche von 129.500 Quadratmetern arbeiten die Mitarbeiter aller Unternehmensbereiche – Versicherungen, Finanzdienste, Autovermietung, Reisen und Handy-Angebote – in einem von architektonischer Offenheit geprägten Ambiente. In den oberen beiden Stockwerken Präsi­dium und Geschäftsführung, darunter Großraum- und Einzelbü­ros und große Besprechungsräume im jeweiligen Kern jedes Stockwerks, bis hinunter zum Erdgeschoss. Dort finden die Mitarbeiter eine Cafeteria, ein hausinternes Casino, Räume für Schulungen, die Großdruckerei, die Küche, einen Lettershop und die Packerei.

Lichtdurchflutetes Foyer

Ein zentrales Foyer dient als repräsentative Lobby und ist gleichzeitig die zentrale Verteilstelle für alle Mitarbeiter, die von hier aus über Rolltreppen und Lifte die Büros des fünfstöcki­gen Flachbaus und die darüber liegenden 18 Hochhausetagen erreichen. Wer hier eintritt, fühlt sich gegebenenfalls wie in ei­nem gigantischen Bahnhof, denn die alles überspannende gläserne Dachkonstruktion flutet jeden Winkel mit Tageslicht und erlaubt den Ausblick auf die Fassade des mehr als 92 Meter hohen Büroturms. Dieser kragt wagemutig acht Meter weit über den Flachbau hinaus – in Richtung der angrenzen­den Bahnlinien. Damit sich das Foyer trotz hohem Glasanteil nicht aufheizt, kommt hier ipasol platin 25/15 Sonnenschutzglas von Interpane zum Einsatz. Es verfügt über einen g-Wert von 15 Prozent – und gewährleistet damit einen wirksamen Schutz vor aufheizender Sonnenstrahlung. Dies reduziert den Klimatisierungsaufwand erheb­lich. Die Tageslichttransmission liegt mit tV = 25 Prozent eben­falls niedrig, um bei hoch stehender Sonne Blendeffekte zu vermindern. Der Isolierglasaufbau im Dach besteht wegen der hohen Sicherheitsanforderungen außen aus Einscheibensicherheits­glas mit Heat-Soak-Test (ESG-H) und innen aus Verbundsicherheitsglas (VSG). Teilweise ist die Außenscheibe zusätzlich mit einem Siebdruck versehen.

In den drei Untergeschossen des Komplexes liegen die vor den Augen der Öffentlichkeit verbor­genen 40 Prozent der Gebäudefläche – mit Tiefgarage, zwei topmodernen Rechenzentren, Technik und Logistik sowie einem Lieferhof, in dem sogar Sattelschlepper Platz haben.

Fassaden: Sonnen- und Wärmeschutz

Für die Fassaden des Sockelbaus und des Hochhauses be­stand der Anspruch, viel Tageslicht ins Gebäude zu lassen, bei gutem Wärme- und Sonnenschutz. Die Entwurfsarchitekten von Sauerbruch Hutton (Berlin) konzipier­ten eine Verbundfensterfassade mit raumseitiger Isoliervergla­sung. Außen ist der Isolierverglasung eine durch Siebdrucktechnik veredelte Einfachverglasung vorgelagert, so dass eine permanente Hinterlüftung stattfindet. Die Öffnungsflügel der Fenster können manuell bedient werden – eine vorgelagerte Volumenstromregelanlage begrenzt jedoch die Zuluftmenge. Farbige Profile und teilflächiger Siebdruck auf der Verglasung lassen das Gebäude in 22 ver­schiedenen Farbtönen schillern. Die Isolierverglasung sorgt für optimales Raumklima, denn es kommt ipasol neutral 70/39 Sonnenschutz- und iplus E Wärmedämmglas von Interpane zum Einsatz. ipasol neutral erfüllt sowohl äs­thetisch als auch funktional hohe Ansprüche: Neutrale Durch­sicht, viel Tageslicht und hoher Sonnenschutz. Das Sonnenschutzglas gewährleistet eine besonders hohe Tageslichttransmission von tV = 70 Pro­zent, bei einem g-Wert von 39 Prozent. An kalten Tagen sorgt der Ug-Wert von 1,1 W/(m²K) (nach EN 673) für effektive Wärme­dämmung. Der Energiebedarf für Heizung, Kühlung und Kunstlicht wird somit minimiert – das senkt die Betriebs­kosten und schont die Umwelt.

Quelle: Interpane Glas Industrie AG

Bild Quelle: Stefan Liebl, Dillingen
ipasol neutral 70/39 Sonnenschutzglas schützt vor dem Aufheizen der Räume, dämmt bei niedrigen Temperaturen und lässt besonders viel Tageslicht hinein.