13/05/2015

GOLDBECK Solar schafft acht englische Anlagen im ersten Quartal

75 Megawatt in Großbritannien erzielen noch volle Einspeise-Vergütung

GOLDBECK Solar mit Firmensitz in Hirschberg brachte in den letzten zwölf Monaten 115 Megawatt ans Netz. Mehr als 75 MWp entstanden allein im letzten Quartal. Insgesamt erstellte GOLDBECK Solar mehr als 250 MWp in Großbritannien. Seit April gibt es im Inselstaat neue Förderrichtlinien und so sollten möglichst viele Kapazitäten bis zum Stichtag Ende März angeschlossen werden. England bleibt als Absatzmarkt weiterhin attraktiv.

Die Anlagen Carloggas, Branston, Emberton, Tengore, Hurcott, Folly, Nowhere und Milkwall erforderten teilweise besonders tiefe Bohrungen und anspruchsvolle Logistik. Die Anlagen stehen im Süden und Norden Englands, östlich von Nottigham in Lincolnshire. „Carloggas ist in diesem kurzen Projektzeitraum eine besondere Herausforderung gewesen“, hebt Geschäftsführer Björn Lamprecht eines der Projekte hervor. Das Gelände verfügt nämlich über einen schwer durchdringlichen Granitsteinboden, bei dem 70 Prozent der Fundamente vorgebohrt werden mussten. Bis zu 1,60 Meter tief sind die Unterkonstruktionen jetzt im Boden verankert, um Wind und Wetter zu trotzen. Zusätzlich zum herausfordernden Untergrund war eine besondere Logistik erforderlich: Aufgrund gesetzlicher Bestimmungen durften nur Traktoren bis ans Gelände fahren, sodass angelieferte Teile in einem zwei Kilometer entfernten Umschlagplatz von Lkw auf die Landmaschinen umgeladen werden mussten. „Ein ausgeklügelter Traffic Management Plan hat das Nachschub-Problem gelöst“, erläutert Lamprecht. Er ist stolz auf seine Mitarbeiter, die binnen kürzester Zeit die ganze Anlage hochzogen. Fast 90 Personen haben in Spitzenzeiten gleichzeitig dort gearbeitet.

Wer den Zeitplan solcher Projekte, wie auch in Bournemouth, wo allein 38 MWp entstanden, nicht einhält, riskiert enorme Einbußen für die Investoren und damit auch für den Errichter. Aber auch nach der neuen Einspeise-Vergütung bleiben Geschäfte in UK interessant. „Wir werden weniger Großprojekte und mehr kleinere Anlagen errichten“, weiß Lamprecht, der sich bei einigen englischen Aufträgen in der Akquisitionsphase befindet. Außerdem werden jetzt Dachanlagen, die auch eine Kernkompetenz der Hirschberger darstellen, interessanter. Zusätzlich übernimmt Goldbeck für die acht neuen Sonnenfelder von sechs verschiedenen Kunden Anlagenbetreuung und Wartung. Weitere interessante Märkte sieht der Solarexperte wegen passender Rahmenbedingungen in der Türkei, USA und Thailand.

Quelle: GOLDBECK GmbH/goldbeck.de