23.01.2012

Größte gewächshausintegrierte PV-Anlage errichtet

708 kWp bereits in Treibhäusern installiert - Sonnenenergie für Pflanzenwachstum und Stromproduktion

Gelsenkirchen/Rain am Lech - In der bayerischen Gärtnersiedlung Rain am Lech profitieren nicht nur Tomaten, Begonien und Co. von der Lichtenergie aus der Sonne. Ab sofort erzeugen dort in die Gewächshausdächer integrierte Photovoltaikmodule auch umweltfreundlichen Strom. Als Generalunternehmer sind wir im Auftrag von vier Gärtnerbetrieben momentan an der Realisierung von Deutschlands leistungsstärkstem Solarkraftwerk beteiligt: Geplant sind insgesamt 1,4 MWp.

"Dank unserer hochqualitativen Produkte und langjährigen Erfahrung konnten wir das Vertrauen der Gärtnersiedlung gewinnen und dieses zukunftsfähige Projekt gemeinsam realisieren", sagt Erhard Krausen, Bereichsleiter Vertrieb Projekte, abakus solar AG.

Gärtnersiedlung setzt auf regenerative Energien

Die Gärtnersiedlung Rain GmbH koordiniert als Dachorganisation die Aktivitäten sieben angeschlossener Gartenbauunternehmen in Rain am Lech. Die einzelnen Gesellschafterbetriebe bauen ein abgestimmtes und vielseitiges Kulturprogramm von der Zierpflanze über Frühjahrsblüher bis hin zu Gemüse an. Regenerative Energie nutzt das Unternehmen bereits in Form von Wärme aus verschiedenen Quellen.

Gesamtprojekt ist zur Hälfte umgesetzt

Mit der Entscheidung für eine partielle Umrüstung der Gewächshäuser mit Photovoltaikanlagen entwickelt die Organisation den Nachhaltigkeitsgedanken konsequent weiter. Die Solarkraftwerke installiert die abakus solar AG dort derzeit als Generalunternehmer. Geplant ist ein Leistungsvolumen von insgesamt 1,4 MWp, bis Ende 2011 wurden bereits 708 kWp realisiert. Diese Leistung verteilt sich über Treibhäuser der vier Betriebe Hartmann GbR, Hartmann Gartenbau GmbH & Co. KG, Dechant Gartenbau GmbH & Co. KG und R. Bosch KG. Dabei wurden 3.612 PV-Module in Standardbauweise und Spezialanfertigung verbaut. Die konkrete Umrüstung übernahm die dänische Firma Viemose-Driboga A/S und tauschte einen Teil der 4 mm Float-Glasscheiben gegen Photovoltaik-Glas-Folien-Module mit 4 mm Einscheibensicherheitsgläsern (ESG). Der skandinavische Gewächshausbauer entwickelte dazu an die Gewächshäuser und Module angepasste neue Sprossen und Profile. Zum Einbau der Module wurde jede zweite Sprosse auf der Südseite entfernt.

Einsparung von etwa 405 Tonnen CO2

Im aktuellen Ausbauzustand produziert die Anlage eine jährliche Strommenge von 720.000 kWh. Das entspricht dem Bedarf von etwa 260 2-Personen-Haushalten. Der Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist. Außerdem werden rund 405 Tonnen CO2-Emissionen jährlich eingespart.

Quelle: Viemose-Driboga A/S/oekonews.at