01.10.2015

HEGLA präsentiert Produktneuheiten und Lösungen zur Kostenoptimierung auf der Vitrum

Präzise und verschleißarm durch Linearantriebe - Stand-Alone Anlage RAPIDCUT KT für den Floatglas-Zuschnitt.

Mit Produktneuheiten und Lösungen zur Kosten- und Ablaufoptimierung wird sich HEGLA auf der kommenden Vitrum dem Fachpublikum präsentieren. Mit im Reisegepäck nach Italien wird die linear angetriebene RAPIDCUT KT sein, eine neu entwickelte Standalone-Anlage für den Floatglaszuschnitt.

Optimale Beschleunigungswerte und genauere Schneidergebnisse sind ein Leistungsmerkmal der verwendeten Antriebstechnik, die als verschleiß- und wartungsarm gilt. Geschäftsführer Manfred Vollbracht betont daher auch die Funktionalität und Langlebigkeit der Bauweise. „Unabhängig von der Betriebsdauer der Anlage bleibt die hohe Präzision der Schneidanlage dauerhaft erhalten“. Um die Technik bestmöglich zu schützen, wurden Besonderheiten der Vorgängeranlage Formline KT übernommen. Zum Auflegen des Glases wird nur ein Tischsegment in die fast senkrechte Position gekippt. Die Schneidbrücke verbleibt geschützt in einer erschütterungsfreien Parkposition am Rande der RAPIDCUT KT. Die Kippbewegung ist durch elektromechanische Antriebe gleichmäßig und materialschonend. Zu den Vorteilen der Standalone-Lösung gehören auch die durchgehenden Führungsschienen der Linearantriebe, die an der Unterkonstruktion montiert sind und zu keinem Zeitpunkt gekippt oder getrennt werden. Dies sichere die Genauigkeit langfristig, so HEGLA.

Für all diejenigen, die ihr Glaslager erweitern und die Anzahl der Glasarten im Direktzugriff der Flur- bzw. Portalbeschickung erhöhen wollen, ist das neue RAPIDSTORAGE eine interessante und kostengünstige Ergänzung. Die Scheiben werden paketweise auf verfahrbaren Lagergestellen vorgehalten, die dicht ohne Lücke angeordnet sind. Zur Entnahme wird der jeweils benötigte Lagerrahmen von einem schienengeführten Shuttle zum Abnahmeplatz transportiert, so dass eine direkte Entnahme der Gläser möglich ist. Der Shuttle des RAPIDSTORAGE braucht dabei nicht mehr Platz als ein stationäres L-Gestell und dazu eine Verfahrmöglichkeit entweder zur Seite oder nach hinten. Somit können zusätzliche Glasarten unter Nutzung des Raumes vom benachbarten Hallenschiff der Flur- oder Portalbeschickung zugeführt werden. „Besonders nützlich kann das RAPIDSTORAGE für die Glasverarbeiter sein, die wenige Hauptglassorten haben aber mit wenig Aufwand Ihre Sortenvielfalt erhöhen wollen“, ist HEGLA Geschäftsführer Manfred Vollbracht überzeugt. Automatisch transportiert der Shuttle das benötigte Glas zur Schneidlinie und bringt es bei Sortenwechsel wieder zurück. Währenddessen erfolgt die Beschickung von Festgestellen, aus einem Kompaktlager oder vom zurückgekehrten Shuttle mit neuem Lagerrahmen.

Thema vieler Gespräche am Stand wird der High-Performance Zuschnitt von Verbundsicherheitsglas und insbesondere das automatische Modellschneiden sein. Für hohe Durchsatzleistungen bei hervorragender Maßgenauigkeit setzt HEGLA beispielsweise auf hoch automatisierte Linienlösungen, in denen je nach Bedarf mehrere Schneidmodule über eine Eckübergabe oder eine Traverendrehstation kombiniert werden. Als kompakte Zuschnittvariante hat sich die ProLam Kombi bewährt, auf der neben VSG auch Floatglas geschnitten werden kann. Zu den besonderen Highlights gehört die von HEGLA patentierte Shape-Ausstattung für das automatische Modellschneiden von VSG. Der besondere Vorteil des patentierten HEGLA Konzepts liegt darin, dass die Schneidrädchen entsprechend der Kurvenform motorisch angetrieben geführt werden und somit auch in den Anfangs- und Endpunkten einen exakten Modellschnitt erzeugen.

Als Lösungen zur Kostensenkung und Ablaufoptimierung werden der SortJet und der ReMaster im Vordergrund stehen. Mit dem SortJet zur Online-Produktion wird die Glasübergabe zwischen Zuschnitt und Isolierglasproduktion vollautomatisiert, der Materialfluss verbessert und durch tiefergehende Optimierungsmöglichkeiten zusätzliches Potential zur Erhöhung des Glasnutzens geschaffen. Dazu übernimmt der SortJet die Scheiben bedienerlos in der chaotisch-verschnittoptimierten Reihenfolge und puffert sie im dynamischen Zwischenspeicher. Zeitgleich werden die von der Isolierglasproduktion angeforderten Scheiben aus dem Speicher ausgeschleust, entsprechend den Anforderungen an die Beschichtungsseite ausgerichtet und in benötigter Produktions-reihenfolge direkt auf die Isolinie übergeben. Der Glasfluss ist kontinuierlich. Schäden durch manuelles Handling werden vermieden.

Für ein deutlich verbessertes Restblatthandling bietet HEGLA den ReMaster an, der oberhalb der Schneidanlage platziert wird. In den mehrfach belegbaren Fächern werden verwertbare Glasreste automatisch eingelagert und so lange bereitgehalten, bis sie für den weiteren Zuschnitt optimal verwendet werden können. Das Glas wird dann bedienerlos vom ReMaster entnommen und nahezu ohne Unterbrechung der Prozesse in den laufenden Zuschnitt zurückgeschleust. Durch die vollautomatischen Prozesse wird das Potential der anfallenden Restscheiben noch besser genutzt. Im Vergleich zum manuellen Handling steigt der Glasnutzen erheblich. Die Kosten durch beschädigte Scheiben werden deutlich reduziert, falsch abgestellte und dann irgendwann weggeworfene Gläser gehören der Vergangenheit an.

Der Sortierverdichter SortJet und das Restblatthandlingsystem ReMaster sind Bestandteil vieler Schneidlinien, die von HEGLA in den letzten Jahren konzipiert und realisiert wurden. Bei vielen aktuellen Projekten werden diese heute bereits in der Planung berücksichtigt und in mehreren Investitionsstufen umgesetzt. „Zusammen mit unseren Kunden planen wir Linienlösungen in der Regel mehrstufig, so dass die Anlagen bei geänderten Anforderungen in der Zukunft an den Bedarf weiter angepasst werden können“, erklärt Manfred Vollbracht. „Umso mehr macht es schon in der Planungsphase Sinn, ReMaster und SortJet grundsätzlich zu berücksichtigen, um diese zu einem späteren Zeitpunkt leicht in die Anlagen integrieren zu können“.

Quelle: HEGLA
GmbH & Co. KG/hegla.de