20.05.2015

Kratzer und Spiegelungen adé: SCHOTT "Hard & Clear“ Beschichtungen setzen neuen Maßstab für Displaygläser von Mobilgeräten

Noch kratzfester und deutlich spiegelungsfreier können selbst teure Gläser für Smartphone-Displays nur noch mit Hilfe von Beschichtungen werden. Die neue „Hard & Clear“ Beschichtungslösung von SCHOTT erhöht die Kratzfestigkeit um mehr als 95 Prozent und vermindert Reflexionen um 85 Prozent. Hersteller können diese neue Beschichtung auf jedes Deckglas aufbringen und so ihre Mobilgeräte mit einem stets kratzerfreien Display ausstatten, auf dem der Benutzer selbst bei direktem Sonnenlicht alles klar erkennen kann.

„Besitzer eines Smartphones wissen, dass gängige Displaygläser keine ideale Lösung sind. Verbesserungen sind durch die Optimierung der Gläser selbst kaum noch möglich, sehr wohl aber durch Beschichtungen, die inzwischen neue Maßstäbe für Kratzfestigkeit und Spiegelungsfreiheit setzen. Die innovativen „Hard & Clear“ Beschichtungen von SCHOTT sorgen dafür, dass Displaygläser in Zukunft so gut wie kratzer- und spiegelungsfrei sein werden. Sie übertreffen alle anderen Technologien, die zurzeit zur Verfügung stehen, und sorgen so vor allem im Freien für eine unverfälschte Bildschirmdarstellung“, so Lutz Gruebel, Leiter Vertrieb und Marketing des Bereichs Mobile Endgeräte bei SCHOTT.

Die beiden innovativen Beschichtungslösungen von SCHOTT sind die Ausführungen „ultra hard“ (ultrahart) und „durable antireflection“ (dauerhafte Antireflexion). Typ I, die „ultra hard“ Beschichtung, reduziert Kratzer um mehr als 95 Prozent gegenüber üblichen Aluminiumsilikat-Deckgläsern und erreicht damit fast Werte von Saphir. Sie reduziert außerdem Reflexionen um 75 Prozent.

Typ II, mit der Bezeichnung „durable anti-reflection“, reduziert Reflexionen um 85 Prozent und Kratzer um 90 Prozent gegenüber Aluminiumsilikatgläsern. Am Luft-Glas-Übergang bleibt nur noch eine Restreflektion von 0,6 Prozent, ein für Smartphones bisher unerreichter Wert, dank dem man die Anzeige auch noch im direkten Sonnenlicht ablesen kann.

Zum Nachweis der Kratzfestigkeit durchliefen die Beschichtungen als erstes den Standard-Abriebtest der Industrie mit Stahlwolle. Dabei wird ein 10 mal 10 Millimeter großes Stück Stahlwolle (Typ #0000) mit einer Masse von 1 Kilogramm belastet. Dieses reibt dann mit einer Geschwindigkeit von 40 Zyklen pro Minute über die Probe. Die Beschichtung blieb selbst bei 10.000 Abriebzyklen unversehrt – dies ist dreimal mehr als in den Standard-Testanforderungen verlangt wird.

Zusätzlich wurden die Beschichtungen einem besonders intensiven neuen Schleifpapier-Test unterzogen, mit einem sehr harten Korund-Sandpapier bei einer Belastung von 2 Kilogramm und 50 Reibezyklen pro Minute. Dieser Versuch wurde von SCHOTT speziell dafür entwickelt, um die langen und tiefen Kratzer nachzuahmen, die von Schlüsseln, Münzen und Sand stammen – den Feinden aller Mobilgeräte, die in Hand- und Hosentaschen getragen werden. Bei diesem Test wird das Ausmaß der Verkratzungen sehr genau mit einem sogenannten Hazemeter über die entstandene Eintrübung bestimmt. So wird ein eindeutiger Vergleich gegenüber anderen Lösungen möglich.

„Die Ergebnisse dieser Tests sprechen eine klare Sprache: Unsere innovativen Beschichtungen verringern auf jedem Displayglas Kratzer um mehr als 95 Prozent; etwas Besseres gibt es derzeit nicht“, betont Gruebel.

SCHOTT wird diese Innovation allen Herstellern für alle Glassubstrate anbieten, seien es Aluminiumsilicat- oder Kalknatrongläser. SCHOTT vergibt die Lizenzen dieser Technologie auch an Beschichtungsspezialisten. Der erste Lizenz-Partner, der bekannte chinesische Display-Beschichtungsspezialist ZhengXing, wird mit der Großserienfertigung von „Hard & Clear“ beschichteten Displaygläsern im Juli 2015 beginnen.

„Die Herstellung einer außerordentlich beständigen Antireflexbeschichtung, die die Kratzfestigkeit dramatisch erhöht und gleichzeitig stabil in Serie produziert werden kann, ist eine echte Neuerung in der Mobilgeräteindustrie“, ergänzt Gruebel. Ingenieure und technische Experten von SCHOTT unterstützen vor Ort den Start der Serienproduktion mit technischem Fachwissen und Qualitätsüberwachung.


Quelle: SCHOTT AG/www.schott.com