14.10.2014

Mehr Platz, weniger Ressourcenverbrauch

Die Fachhochschule in der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam trägt ihrer zunehmenden Beliebtheit auch baulich Rechnung. So erhielt das Labor- und Werkstattgebäude der Hochschule für zwölf Millionen Euro einen 4.900 Quadratmeter großen Anbau. Die Fenster und Teile der Fassade des Neubaus wurden mit Spezialgläsern von arcon ausgestattet, die sowohl eine Wärme- als auch Sonnenschutzfunktion haben und durch ihre Siebdruckverzierung gestalterisches Element sind.

Derzeit rund 3.400 Studenten sind an der 1991 gegründeten Fachhochschule Potsdam eingeschrieben. Das Fächerspektrum umfasst ingenieurwissenschaftliche, soziokulturelle und gestalterische Studiengänge, die fast alle zulassungsbeschränkt und voll ausgelastet sind. Noch mehr Platz bietet der Erweiterungsbau „Annex 1“. Geplant wurde das Gebäude von den Berliner Architekten Becher + Rottkamp unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit. Dessen Herzstück ist das integrative und ganzheitliche Energiekonzept, bei dem neue Technologien effizient eingesetzt werden, um Ressourcen einzusparen.

Ein Baustein bei der Ressourceneinsparung sind die Spezialgläser des Feuchtwanger Glasveredlers arcon Glas. Mit einem g-Wert von 27 Prozent tragen die als Fenster und Fassadenverkleidung eingesetzten Gläser mit Sonnen- und Wärmeschutzfunktion zum ökologischen Konzept des Gebäudes bei. Das Sonnenschutzglas sunbelt scandic 53/25 bietet mit einem g-Wert von 27 Prozent an Sonnentagen Schutz vor heißen Räumen bei gleichzeitig großer Lichtdurchlässigkeit von 53 Prozent. Energieintensive Klimaanlagen sind im Sommer daher nicht notwendig. Im Winter muss dank eines Ug-Werts von 1,0 W/m²K Heizenergie nur sparsam eingesetzt werden, da keine Wärme über die arcon-Spezialgläser entweicht.

Die Gläser der Kaltfassade wurden zusätzlich mit einem unregelmäßigen, hellen Muster bedruckt, das dem Gebäude eine besondere Optik verleiht. Die entsprechend bedruckten Gläser erinnern an mit Wischtechnik gestrichene Wände. „Dem Architekten war hier die Tiefenwirkung sehr wichtig“, erklärt Albert Schweitzer, Projektleiter bei arcon Glas. Deshalb wurden die Gläser nachträglich mit dem Produkt sunlite CR 2 rückseitig beschichtet. Dieses ist eine Beschichtung, die wie ein Spiegel wirkt. Dadurch erhöht sich die Tiefenwirkung. Hergestellt wurden die in Potsdam eingesetzten Isoliergläser von Hoffmann Glas in Halle/Peißen und von arcon Glas mit entsprechenden Beschichtungen veredelt.

Quelle: arcon/der-pressedienst.de