15.06.2015

Neue Isolierglaslinie für Standort Remshalden

Die Glaswerke Arnold, Teil der Arnold Glas Unternehmensgruppe, haben am Standort Remshalden rund 1,5 Millionen Euro in eine neue Isolierglaslinie investiert, die sogenannte TPS-Anlage. Diese bringt beispielsweise thermoplastische Abstandshalter, sogenannte Thermo Plastic Spacer, auf die einzelnen Scheiben des Isolierglases. Das verfügt so über eine noch bessere Wärmedämmung. Zudem produziert die neue Anlage in hohem Maße effizient – davon profitieren auch die Kunden der Glaswerke, etwa durch geringe Wartezeiten auf das bestellte Glas.

Mit einer der derzeit modernsten Fertigungslinien stellen die Glaswerke Arnold in Remshalden seit Kurzem ihr Isolierglas her. „Die alte Linie hat gute Dienste geleistet. Bei der Produktionskapazität und den Fertigungsmöglichkeiten gab es mittlerweile jedoch Spielraum nach oben. Eine andere Anlage musste her”, betont Dr. Bernhard Söder, Sprecher der Gruppenleitung der Arnold Glas Unternehmensgruppe. Die Wahl fiel auf die sogenannte TPS-Produktionslinie. Die hat rund 1,5 Millionen Euro gekostet – eine Investition, die sich laut Dr. Söder für die Glaswerke und die Kunden, etwa Fassadenplaner und Fensterbauer, gleichermaßen auszahlt.

Thermoplastische Abstandshalter für noch bessere Wärmedämmung

In der neuen Isolierglas-Produktion können verschiedene Abstandshalter-Typen vollautomatisch eingepasst werden. Bei Bedarf nun auch ein thermoplastischer Abstandshalter mit integriertem Trockenmittel, der Thermoplastische Spacer (TPS). Dieser ersetzt konventionelle Randverbundsysteme, die aus einem metallischen oder Kunststoffabstandshalter, einem Trockenmittel und einer Primärdichtung bestehen. „Das spart Material und dadurch Lagerfläche”, sagt Manuel Jess, technischer Leiter im Werk Remshalden.

Der elastische thermoplastische Kunststoff auf Polysulfid-Basis wird aus einem Fass gefördert, in erhitzem Zustand auf den Glasrand gespritzt und unter Druck auf das genaue Abstandsmaß gepresst – nahezu ohne Produktionsausschuss. Separate Fertigungsschritte wie Sägen und Biegen der Abstandshalter entfallen.

Längere Lebensdauer und zahlreiche Designmöglichkeiten

Die Spacer verfügen über 35 Prozent mehr Dichstoff als herkömmliche Abstandshalter. So sind auch die sonst anfälligen Glasecken zuverlässig dicht. „Hier spricht man von ,warmen Ecken´”, erklärt Jess. Davon profitieren auch die Kunden: Die Wärmeisolation der Gläser und die Lebensdauer sind deutlich höher. Zudem können die thermoplastischen Abstandshalter für verschiedene Fensterformen und -größen verwendet werden. Das bietet Architekten eine Vielzahl an Designmöglichkeiten.

Die neue Produktionslinie übernimmt auch die anderen Schritte der Isolierglas-Herstellung, wie das Waschen und Trocknen der auf Maß gebrachten Einzelglasscheiben und das Befüllen der Isolierglas-Zwischen-räume mit Edelgas. „Wir können in sehr effizient arbeiten”, freut sich Jess.

Quelle: Arnold Glas/der-pressedienst.de