30.07.2013

Pilkington Activ besteht Langzeittest

Im Herbst 2005 wurde im alten Industriegebiet am Ufer des Neckars in Heilbronn die komplette Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes „Am Kaiser’s Turm” (AKT) abgeschlossen. Blickfang ist der Glaskubus auf dem 30 Meter hohen Siloturm, der im Zuge der Sanierung mit Pilkington Activ Suncool™ verglast wurde, einem modernen Sonnenschutzglas mit selbstreinigenden Eigenschaften. Seither ist viel Wasser den Neckar und an der Verglasung des AKT herabgeflossen – das selbstreinigende Glas Pilkington Activ™ aber wurde seinem Namen gerecht und sorgt nach wie vor dank zweifacher Wirkungsweise „aktiv“ für einen reduzierten Reinigungsaufwand des Gebäudes.

Das AKT ist von weitem sichtbar: Auf dem Siloturm prangt die markante rote „Kaiser’s“-Leuchtreklame. Bauherr des Turms, der in den 1930er-Jahren errichtet wurde, war seinerzeit Josef Kaiser, Gründer der bis heute bekannten Supermarktkette. Bis ins Jahr 2001 wurde das alte Industriegebäude von der Tengelmann-Gruppe, zu der auch Kaiser’s gehört, für die Verwaltung und das Lager genutzt. Bei der Sanierung des Gebäudes wurde das Industriedenkmal durch neue Bauten erweitert, die Flächen für Dienstleistungs- und Einzelhandelsunternehmen bieten.

Fassadensponsoring
Der Entwurf des Heilbronner Architektenbüros müller.architekten gewann 2005 das Pilkington Activ™-Fassadensponsoring. Bewertet wurden die Vorschläge unter dem Gesichtspunkt des sinnvollen Einsatzes von Pilkington Activ™. Die Entscheidung der Architekten, flächenbündig Fensterflächen zu nutzen und die Turmverglasung einer Bewitterung auszusetzen, die den Selbstreinigungseffekt des Glases optimal unterstützt, überzeugte damals die Jury, bestehend aus Architektur-Fachjournalisten, Redakteuren, Anwendungstechnikern und Kommunikationsspezialisten. Der Preis beinhaltete das Sponsoring der Mehrkosten mit Pilkington Activ™.
Das selbstreinigende Pilkington Activ™ verfügt über eine spezielle Titandioxid-Beschichtung auf der Außenseite, die auf zweifache Weise wirkt: Die Beschichtung reagiert mit dem UV-Anteil im Tageslicht und zersetzt organische Verschmutzungen auf dem Glas (Photokatalytischer Effekt). Aufgrund der hydrophilen (Wasser anziehenden) Eigenschaft der Beschichtung breitet sich Regenwasser als Film auf der Glasoberfläche aus, wodurch gelöste Schmutzpartikel entfernt werden. Ergebnis: Fenster müssen deutlicher seltener gereinigt werden.

„Man kann länger herausschauen“
Matthias Müller von müller.architekten war damals durch Presseberichte auf das innovative Funktionsglas und den Wettbewerb aufmerksam geworden und hatte hohe Erwartungen an das selbstreinigende Glas: „Die Flächen des denkmalgeschützten Gebäudes sind teilweise schwer zu reinigen – besonders die Reinigung in der Höhe ist recht aufwendig, der Turm ist immerhin über 30 Meter hoch. Ich hatte also gehofft, dass sich durch Pilkington Activ™ die Reinigungsintervalle verlängern und sich so die Reinigungskosten und damit auch der Aufwand für die Mieter verringern lassen“, erklärt Matthias Müller. Eine Erwartung, die mehr als nur erfüllt worden ist, wie Matthias Müller rund acht Jahre nach Fertigstellung des Baus bestätigen kann: „Das Produkt hat sich hervorragend bewährt, man kann wirklich länger herausschauen. Besonders die Fenster im Turm weisen einen sehr guten Reinigungseffekt auf, da hier nicht nur vom Schlagregen, sondern auch vom Wind profitiert wird. In 35 Metern Höhe findet eine direkte Bewitterung statt, also optimale Bedingungen für Pilkington Activ™.

Länger sauber
Neben dem Einbau im Glaskubus des Turms wurde Pilkington Activ™ auch horizontal in der Dachverglasung und in die Fensterfassaden ohne Dachüberstand eingesetzt. Und auch hier zeigt sich die Reinigungskraft von Pilkington Activ™: „Auf den leicht schrägen Dachflächen gibt es kaum Verschmutzungen, da hier das Wasser sehr gut abfließen kann und damit der gelöste Schmutz gut abgespült wird. Die Fensterfassaden bleiben ebenfalls länger sauber, was vor allem im direkten Vergleich mit der konventionellen Verglasung des Nebengebäudes positiv auffällt“, fasst Matthias Müller zusammen. „Im ersten Jahr musste die selbstreinigende Verglasung überhaupt nicht gereinigt werden. Mittlerweile liegt der Reinigungsaufwand bei maximal einmal im Jahr, im Turmbereich muss sogar noch seltener gereinigt werden.“

Ausgezeichnete Erfahrungen
Aufgrund der sehr guten Erfahrungen mit dem selbstreinigenden Glas hinsichtlich der Reinigungswirkung und des unproblematischen Handlings beim Einbau hat Matthias Müller Pilkington Activ™ seither auch schon bei anderen Projekten berücksichtigt. Für das AKT erhielt der Architekt übrigens 2008 die BDA-Auszeichnung guter Bauten und 2010 die Auszeichnung für beispielhaftes Bauen der Architektenkammer Baden-Württemberg.

Quelle: Pilkington Ltd./pilkington.com