30/07/2012

Produktionsmaschinen für den Glassektor: Optimale Exportergebnisse für Italien im Jahr 2011, leichte Senkung für 2012

Die offiziellen Daten des Gimav registrieren für das Jahr 2011 ein beachtliches Wachstum im Sektor Maschinen, Zubehör und Spezialprodukte zur Glasbearbeitung, ebenso wie in der gesamten Sparte der Werkzeugmaschinen, deren Produktionswerte um 11,5% auf 37,8 Milliarden Euro gestiegen sind.

Die positiven Ergebnisse sind vor allem dem Export zu verdanken, dem wahren Motor des Sektors. Die Auslandsverkäufe sind mit markantem Rhythmus gestiegen und fast auf das Vorkrisenniveau zurückgelaufen, im Gegenteil zu den Inlandsverkäufen, die wenig ausschlaggebend sind.

Exporte
Nach der starken Abbremsung im Jahr 2009, begannen die Exporte wieder anzusteigen, wobei sich Zeiten größter Vitalität mit Zeiten der Stagnation ablösten. Die Sparte schloss das Jahr 2011 im Aufschwung ab, obwohl der Flachglassektor unter der anhaltenden Krise des Bauwesens leidet.
Die Statistiken zeigen eine Exportsteigerung des Sektors um insgesamt +7,86% an, genauer gesagt:

- Maschinen, Zubehör und Spezialprodukte für Flachglas + 5,10%
- Maschinen, Zubehör und Spezialprodukte für Hohlglas + 12,90%

Die Europäische Union verliert zum ersten Mal ihren Platz als größter Abnehmer der italienischen Produktion und vermindert ihren Anteil von 35,82% am Gesamtexport im Jahr 2010, auf 29,94% im Jahr 2011. Wenn man aber auch die Exporte in die Länder außerhalb der Union berücksichtigt, die sich wieder erholen, deckt der europäische Kontinent immerhin noch 46% der Gesamtexporte des Sektors.

Der Exportfluss orientiert sich immer stärker zu den aufsteigenden Gebieten in Asien und Südamerika hin (letzteres hat seinen Rhythmus gegenüber früher leicht verlangsamt), wozu noch das Wiedererwachen der Vereinigten Staaten kommt, jahrzehntelang ein klassischer Markt für die Unternehmen dieses Sektors.

In der Rangliste der 15 wichtigsten Kunden, den Anteilen in % am Gesamtexport der italienischen Firmen in diese Länder nach, fällt der imponierende Aufstieg Chinas ins Auge, der auch im Jahr 2011 nicht nachließ, so dass das Land der wichtigste Absatzmarkt für unsere Produkte wurde. Betont werden muss das massive Wachstum Polens, das vom 11. auf den 4. Platz aufrückte mit einer Steigerung der absoluten Werte um über 230%, gefolgt von Indien (vom 15. auf den 5. Platz), den Vereinigten (vom 12. auf den 8. Platz), der Türkei (vom 13. auf den 9. Platz) und Südkorea, das vom 24. auf den 11. Platz sprang.

Sinkende Zahlen verzeichneten Deutschland und Spanien, das seine Einkäufe in Italien fast halbierte, gefolgt von Ägypten (-59,56% des Wertes) und Belgien (-80,51%).

Importe
Die Einfuhren aus dem Ausland wiesen 2011 insgesamt einen Anstieg um 15,8% verglichen mit 2010 auf, wobei die beiden Sparten des Sektors einen gegensätzlichen Verlauf anzeigten:

- Maschinen und Zubehör zur Kaltbearbeitung (Flachglas): - 42,34%
- Maschinen und Zubehör zur Warmbearbeitung (Hohlglas): + 30,25%

Trotz ihrer starken Exportorientierung sind die italienischen Firmen des Sektors auch auf dem Binnenmarkt bevorzugt, vor allem im Bereich der Flachglasbearbeitung.

Der Umsatz des Sektors
Nach der negativen Bilanz des Jahres 2009 und der zögernden Wiederbelebung im Jahr 2010, begann der Sektor 2011 einen neuen Aufstieg, trotz der anhaltenden Schwäche des Binnenmarktes. “Trotzdem stehen noch viele Hürden im Weg – bestätigt Renata Gaffo, Direktorin des Gimav – vor allem im Euro-Gebiet im Allgemeinen und auf dem Binnenmarkt im Besonderen, wo die Krise weiterhin viele Absatzsektoren blockiert, in erster Linie das Bauwesen”. Die ständige Erhöhung der Energiekosten, der Rohstoffe und der Arbeitskraft, und daneben die massive Besteuerung lassen kurzfristig gesehen keine Aussicht auf eine positive Lösung aufkommen. “Die Statistiken der ersten zwei Monate des Jahres 2012 – fährt Renata Gaffo fort – zeigen auch eine deutliche Verlangsamung der Nachfrage aus dem Ausland, was die schwankende Entwicklung bestätigt, die seit ein paar Jahren viele Märkte kennzeichnet und unsere Unternehmen leider daran hindert, langfristig zu planen”.