30.01.2014

Stölzle-Oberglas kauft in Frankreich Parfümglas-Hersteller

Der steirische Glashersteller Stölzle Oberglas baut seine Marktposition kräftig aus!

Mit Jahreswechsel hat Stölzle zwei Werke für hochwertiges Verpackungsglas von der italienischen Bormioli Rocco Group SpA übernommen. Über den Kaufpreis für die beiden in Cambrai, rund 150 Kilometer nördlich von Paris gelegenen Produktionsstätten wurde Stillschweigen vereinbart.

Mit der Übernahme will Stölzle mit Hauptsitz im steirischen Köflach seine Position auf dem Markt für hochwertiges Parfümerie-und Kosmetikglas deutlich verstärken. Stölzle-CEO Johannes Schick: "Bisher waren wir vor allem im Bereich Pharmaglas und Glas für Premiumspirituosen stark vertreten. Parfümglas hat nur rund zehn Prozent unseres Umsatzes ausgemacht. Dieser Anteil wird durch die Übernahme auf rund ein Drittel steigen."


Bestens ausgelastet

Schick rechnet damit, dass der Umsatz von 212 Millionen € im Jahr 2012 durch das Engagement in Frankreich auf rund 300 Millionen € klettern wird. Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2013 liegen noch keine Umsatzzahlen vor. "Das Vorjahr ist aber sehr gut gelaufen, wir sind sehr zufrieden", sagt der Stölzle-CEO. Derzeit habe man Aufträge für die nächsten vier bis fünf Monate in den Büchern, so Schick. "Normal sind in unserer Branche Aufträge für zwei bis drei Monate."

Die Bormioli-Werke in Frankreich liefern in erster Linie für Kosmetik-und Parfümhersteller in Frankreich, Nordamerika, Italien und Spanien. Mit der Übernahme wächst der Mitarbeiterstand von Stölzle um rund 400 auf 2000 Personen. Erste Integrationsprojekte für die beiden neuen Werke sind laut Schick bereits am Laufen.


Nun fünf Werke

Stölzle verfügt nun über fünf Produktionsstätten in Österreich, Frankreich, England, Tschechien und Polen, die untereinander als Back-up-Werke fungieren können.

Die Werke sind mit 39 Produktionslinien sowie sechs Wannen für brillantes Weißglas und zwei Wannen für Braunglas ausgestattet. "Drei Dekorationsstätten in Frankreich, England und Polen bieten eine Vielzahl an modernen Dekorationstechniken an - unter anderem mehrfarbigen Siebdruck, Heißfolienprägung, Säuremattierung oder auch Lackierung", sagt Schick.

Die Wurzeln von Stölzle Oberglas gehen in der Steiermark bis ins Jahr 1805 zurück. Der Verpackungsglashersteller gehört heute zur Unternehmensgruppe des deutsch-österreichischen Industriellen Cornelius Grupp. Grupp hält über seine CAG Holding mit Sitz in Marktl in Niederösterreich entscheidende Anteile an Stölzle, dem Kärntner Tubenhersteller Tubex, dem Salzburger Dachspezialisten Prefa und der niederösterreichischen Neumann Aluminium.

Mit zusammen rund 5000 Mitarbeitern an mehr als 40 Standorten weltweit erwirtschafteten die Unternehmen der CAG Holding zuletzt rund eine Milliarde €.

Quelle: Stölzle-Oberglas GmbH/stoelzle.com