Verbund-Sicherheitsglas mit SentryGlas® Zwischenlage von Kuraray mit erweiterter DIBt-Zulassung Gültigkeit jetzt auch entsprechend neuer DIN 18008 ,Glas im Bauwesen‘

Verbund-Sicherheitsglas mit der hochfesten und hochsteifen SentryGlas® Zwischenlage von Kuraray ermöglicht auf Grund des vergleichsweise geringen Flächengewichts besonders große Glasscheiben, filigrane Tragwerkstrukturen und minimalistische Haltesysteme mit hoher Kosteneffizienz bei gleichzeitiger Minimierung des Gefährdungspotenzials für Passanten sowie das Reinigungs- und Wartungspersonal. Das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt), Berlin, hat die bestehende Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (ABZ) für die SentryGlas® Verbundglas-Zwischenlage jetzt hinsichtlich der Erfüllung der Richtlinien erweitert, die in der neuen Normenreihe DIN 18008 vorgegeben sind. Dank dieser Aktualisierung bleibt der Genehmigungsaufwand für Architekten und Bauherren, die solche vorteilhaften Verbundglasstrukturen einsetzen möchten, auch weiterhin gering.

Neben SentryGlas® verfügt auch die hochfeste PVB-Zwischenlage Trosifol® EXTRA STRONG (ES) von Kuraray über eine ABZ. Daher gelten mit beiden Folien hergestellte Laminate als Verbundsicherheitsglas im Sinne der deutschen Bauregelliste, die keine zeit- und kostenintensive ,Zustimmung im Einzelfall‘ erfordern.

Vielfältige Vorteile gegenüber Laminaten mit Standard-PVB

Viele der vorteilhaften Eigenschaften von Verbund-Sicherheitsglas mit SentryGlas® basieren auf den sehr guten mechanischen Eigenschaften dieser Zwischenlage. So ermöglicht deren sehr hohe Festigkeit und Steifigkeit eine effiziente Lastübertragung zwischen den einzelnen Glasscheiben. Entsprechend DIN 18008 können entsprechende Laminate daher rechnerisch als Schubverbunde behandelt werden. Diese erlauben – bei gleicher Laminatdicke sowie unter Anwendung von Teilsicherheits-beiwerten im Rahmen eines semi-probabilistischen Sicherheitskonzeptes – deutlich höhere Beanspruchungen als Laminate mit Standard-PVB, die wie nicht miteinander verbundene Einzelscheiben zu bewerten sind. Alternativ können bei gleicher Last um bis zu 40% dünnere Laminate eingesetzt werden, ohne die Deformationsgrenzwerte zu überschreiten.

Als weitere Folge der hohen Steifigkeit und Festigkeit von SentryGlas® bieten entsprechende Laminate eine sehr hohe Resttragfähigkeit nach Glasbruch. Die Scheiben bleiben als intakte Einheit in ihren Rahmen oder Halterungen, ohne dass sich Bruchstücke davon lösen, und sie behalten eine hohe Belastbarkeit, die zum Beispiel ausreicht, um verunfalltes Wartungspersonal auch über längere Zeiträume vor Absturz zu sichern.

Letztendlich bietet SentryGlas® auch ästhetische Vorteile, denn die Folie neigt selbst im langzeitigen Außeneinsatz unter starker Sonneneinstrahlung nicht zum Vergilben, und Verbund-Sicherheitsglas mit SentryGlas® zeigt eine hohe Kantenstabilität auch in sehr feuchter Umgebung.

 Die neue DIN 18008 …

…gliedert sich in sieben Teile, deren vier erste für die Bemessung und Konstruktion von Bauprodukten aus Glas gelten und u. a. das Führen des statischen Nachweises für den Einbau von Verglasungen in Fassaden oder Dachkonstruktionen betreffen. Dieser erfolgte bislang auf Grundlage der Technischen Regeln TRLV, TRAV und TRPV für linienförmig bzw. punktförmig gelagerte sowie für absturzsichernde Verglasungen. Der ebenfalls bereits gültig gewordene Teil 5 schließt zusätzlich begehbare Verglasungen ein. Hinsichtlich des noch im Entwurf befindlichen Teils 6 ,Resttragverhalten für begehbare Konstruktionen zu Wartungszwecken‘ hat Kuraray in Tests bereits nachgewiesen, dass SentryGlas® – ebenso wie Trosifol® ES – die kommenden Anforderungen erfüllt. Teil 7 wird sich mit Sonderkonstruktionen wie Tragelementen aus Glas beschäftigen.

Quelle: Kuraray Europe GmbH