26.08.2014

Vetropack: Umsatz in Lokalwährung erhöht – EBIT-Marge gesteigert

Die Vetropack-Gruppe erzielte im ersten Halbjahr 2014 einen Absatz von 2,36 Mia. Stück Verpackungsglas, 5,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Aufgrund negativer Kurseffekte sank der konsolidierte Umsatz um 1,2 Prozent auf CHF 311,4 Mio. (währungsbereinigt plus 4,2 Prozent). Der tiefere Rohstoff- und Energieaufwand wurde durch den Druck auf die Marktpreise kompensiert. Die EBIT-Marge stieg von 9,5 Prozent im Vorjahr auf 10,3 Prozent.

Die Wirtschaftslage entwickelte sich in Europa stabil. In der Ukraine hingegen waren die Auswirkungen der politischen Krise deutlich spürbar: Der Währungszerfall der Hrivna von mehr als 40 Prozent, ein zurückhaltender Konsum sowie Unsicherheit bei Lieferanten und Kunden. Trotz dieser widrigen Umstände war die Produktion im ukrainischen Vetropack-Werk voll ausgelastet und die operative Wertschöpfung auf ansprechendem Niveau.

Die Vetropack-Gruppe steigerte das Verkaufsvolumen um 5,5 Prozent auf 2,36 Mia. Stück Verpackungsglas (Vorjahr: 2,23 Mia. Stück). Der konsolidierte Bruttoumsatz betrug CHF 311,4 Mio. (Vorjahr: CHF 315,1 Mio.). Die Reduktion war kursbedingt; währungsbereinigt konnte der Bruttoumsatz um 4,2 Prozent gesteigert werden.

Das konsolidierte EBIT erreichte CHF 32,2 Mio. (Vorjahr: CHF 29,9 Mio.), und die EBIT-Marge konnte damit von 9,5 Prozent im Vorjahr auf 10,3 Prozent gesteigert werden. Die immer noch angespannte Preissituation und der hohe Anteil von Bierflaschen am Produkte-Mix führten zu tieferen Verkaufspreisen, die auf Gruppenstufe durch den ebenfalls tieferen Rohstoff- und Energieaufwand kompensiert werden konnten. Der konsolidierte Reingewinn betrug CHF 28,2 Mio. (Vorjahr: CHF 28,5 Mio.).

Der Cash Flow lag mit CHF 58,6 Mio. (Vorjahr: CHF 53,3 Mio.) um 9,9 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die Cash-Flow-Marge erreichte 18,8 Prozent (Vorjahr: 16,9 Prozent) des Bruttoumsatzes.

Ausblick zweites Halbjahr 2014

Vetropack geht davon aus, dass die Wertschöpfung in den nächsten sechs Monaten den Wert des ersten Halbjahres nicht erreichen wird. Die Hauptgründe dafür sind ein kostenintensiver Wannenneubau im tschechischen Werk sowie die weitere Entwicklung in der Ukraine. Die angedrohte Kontingentierung von Energieträgern (Gas, Strom), die Handels- und Logistikprobleme in den von Russland annektierten Gebieten sowie der Rückgang des Konsums werden sich auch auf das lokale Vetropack-Werk auswirken. Der zukünftige Währungsverlauf der Hrivna ist eine weitere Unbekannte.

Der konsolidierte Umsatz wird – vor allem währungsbedingt – das Vorjahr nicht erreichen, womit auch die Ertragszahlen unter der Vergleichsperiode liegen werden.

Quelle: Vetropack Holding AG/vetropack.com