26.09.2012

Wirth GmbH

Wie findet man das geeignete Gerät?

Vakuumhebegeräte für innerbetriebliche Anwendungen

Wie findet man das geeignete Gerät?

Die Entwicklung zu großformatigen Gläsern, komplexen Glasaufbauten und Beschichtungen sowie die Automatisierung der Produktion haben deutliche Auswirkungen auf den innerbetrieblichen Transport.

Die Entwicklung besonderer Eigenschaften von Spezialgläsern durch Beschichtungen, Gasfüllungen, Härten Laminieren und Mehrfachverglasungen sowie die Integration von Sicht-und Lichtschutz, Klimatisierung und Photovoltaik-Modulen haben ebenso zur Entwicklung neuer Materialien und Maschinen-Konzepte für deren Bearbeitung geführt. Die Folge: auch die innerbetrieblichen Logistik-Lösungen müssen diesen veränderten Anforderungen und Bearbeitungstechniken Rechnung tragen. Dies umfasst u.a. den verstärkten Einsatz von Krananlagen und Vakuumhebegeräten.
So erlaubt beispielsweise die Kombination aus Vakuumhebegeräten und Kranbrücke, dass ein einzelner Bediener selbst große Scheibenformate sicher, schnell, ergonomisch und mit geringem Kraftaufwand handhaben und positionieren kann. Dies minimiert die Bearbeitungszeiten und den Materialbruch (der z.T. bereits hoch veredelten, teuren Gläser) und schont zudem die Gesundheit der Mitarbeiter.

Vor der Investition in eine geeignete Hebeanlage ist der jeweilige Bearbeitungsprozess genau zu untersuchen sowie auf die Taktzeiten und Handhabungsabläufe für die Be- und Entschickung der Maschine(n) zu achten.

Als Ergebnis sollte eine Lösung gewählt werden, die ein optimales Handling für rund 80 Prozent der zu bewegenden Glasformate und –gewichte ermöglicht. Abhängig von der Größe der zu bedienenden Arbeitsfläche (Maschine(n), Anzahl der Glasgestelle) ist zu entscheiden, ob die Vakuumhebegeräte an X-Y-Leichtüberkranungen oder aber Säulenschwenkkranen zum Einsatz kommen sollen.

Vorzugsweise werden in der Werkstatt sogenannte starr geführte Handhabungsgeräte (z.B. Oktopus
Ergo-Jet) verwendet. Durch die starre Lastführung an einer pneumatisch auf- und abfahrbaren Hubsäule wird ein schnelles Handling der Last ohne das sonst übliche lästige Pendeln erreicht. Die integrierten pneumatischen Positioniereinrichtungen zum Drehen und/oder Schwenken der Gläser erleichtern deren Aufnahme und Umsetzen erheblich. Die Verwendung dezentral angeordneter, geregelter Ejektoren (Venturi-Prinzip) zur Vakuumerzeugung schafft eine hohe Sicherheit beim Handling der Lasten und verkürzt durch die integrierte Ablassfunktion die Taktzeiten.

Für die restlichen ca. 20 Prozent der zu verarbeitenden Formate – meist größere bzw. schwerere Scheiben - ist es sinnvoll, diese mit einem ergänzenden zweiten Gerät (meist mit einfacherer Ausstattung) handzuhaben. Kostengünstig und mit Hinblick auf die zu realisierenden Taktzeiten oft ausreichend ist die Nutzung eines (bereits vorhandenen) Hallenkrans. Alternativ dazu lässt sich auch eine zweite Brücke in der Leichtüberkranung installieren. Als Zweitgeräte eignen sich kettengeführte Vakuumhebegeräte mit angetriebenen oder manuellen Dreh- und/oder Schwenkbewegungen (z. B. aus der Reihe Oktopus Ergo-Sprint) oder auch einfache Glassaugrahmen ohne weitere Positionier-einrichtungen (z. B. Ergo-Up). Gegebenenfalls sollten diese auch in der Lage sein, (konvex und konkav) gebogene Scheiben aufzunehmen.

Die Eignung bzw. der Umbau einer vorhandenen Krananlage sollte in jedem Fall von kompetenten Lieferanten unter Berücksichtigung statischer und bautechnischer Aspekte überprüft bzw. begleitet werden. Die Entscheidung für eine passende Lösung muss neben der Optimierung der Abläufe unter Kosten-Nutzen-Gesichtspunkten unbedingt auch den Verschleiß evtl. bereits vorhandener Anlagen berücksichtigen.

Die Investition in passende Handlingtechnik hilft die Produktionsabläufe zu optimieren - gerade auch, wenn es um extreme Anforderungen bei der Bearbeitung von übergroßen, schweren (gebogenen) Gläsern geht. Nur effiziente Abläufe ermöglichen es, auch weiterhin wettbewerbsfähig am Markt zu agieren.