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Schnellere Produktion von Solarmodulen

Der stark wachsende Bedarf an Solarmodulen forciert den Bau von immer leistungsfähigeren Fabrikationen. Der Mehretagen-Laminator eröffnet hier neues Potenzial, denn er beschleunigt den Laminierungsprozess erheblich.
Bilder: Robert Bürkle GmbH
Der deutsche Anlagenbauer Bürkle präsentiert mit seinem Ypsator® auf der glasstec 2008 eine Weltneuheit. Der Mehretagen-Laminator beschleunigt die Fertigung von kristallinen Solar- und Dünnschichtmodulen erheblich.
Die Robert Bürkle GmbH, weltweit aktiver Spezialist für Pressen-, Kaschier-, Lackier- und Druckanlagen, stieg Mitte 2007 in das Photovoltaikgeschäft ein. Gut ein Jahr später präsentiert das schwäbische Unternehmen nun in Düsseldorf eine Produktionsanlage, die die Herstellung von Photovoltaikmodulen optimiert. Weltweit bietet, nach Aussage der Firmenleitung, bisher kein anderer Hersteller Produktionsanlagen an, die auf mehreren Ebenen Photovoltaikmodule laminieren.
Der Ypsator® arbeitet z.B. auf fünf Etagen und wirft bis zu zehn Module pro Zyklus aus. „Gleich, ob Kristallin oder Dünnschicht“, erklärt Produktmanagerin Dagmar Metzger, „und das in der halben Zeit der bisher branchenüblichen Taktung.“ Die Gesamtleistung liegt bei rund 500.000 Modulen pro Jahr oder einer Jahresstromleistung von 40 MWp. Möglich wird die erhebliche Verkürzung der Prozesszeiten unter anderem durch den speziellen Aufbau des Ypsator® und die homogene Temperaturverteilung, die durch die Beheizung der Heizplatten mit Hilfe von Thermoöl erreicht wird.

Der neue 17 Meter lange Mehretagen-Laminator „Ypsator®“ von Bürkle sichert hohe Produktionskapazitäten.
Dreistufiges Produktionsverfahren
Die Vorteile der Produktionsanlage gegenüber Einetagen-Laminatoren liegen in seiner Prozessführung und –reproduzierbarkeit. Neu ist das dreistufige Verfahren, die „Ypsolar®-Technologie“. Dabei werden die Module im ersten Schritt vorlaminiert. Das heißt, im Vakuum werden Feuchtigkeit und Lufteinschlüsse aus dem Sandwich entfernt und ein vakuumdichter Verbund hergestellt. Im zweiten Schritt erfolgt in einer nachfolgenden Presse die fertige Laminierung der Module. Im dritten Step, dem „Cooling“, kühlt der Ypsator® die Solarmodule schließlich von 150 Grad Celsius auf Handwärme ab. Vorteil dieser Arbeitsaufteilung: Die Glasmodule werden stressreduziert laminiert und das Risiko des Glasbruchs erheblich reduziert.
Bis zu zehn Lagen möglich
Mit dem neuen Mehretagen-Laminator will Bürkle in neue Dimensionen vorstoßen. „Auf maximal zehn Etagen sind Jahresleistungen von bis zu 120 Megawatt möglich“, sagt Firmenchef Hans-Joachim Bender. Und um diese Kapazitäten wird es in Zukunft gehen, wenn in der Photovoltaik ab dem Jahr 2011 erste Fabriken mit Kapazitäten jenseits der Gigawatt-Grenze ihre Arbeit aufnehmen, prognostizieren Brancheninsider. Bisher belieferte Bürkle hauptsächlich die Holz- und Elektronik-Industrie, mit der Ypsator®-Produktreihe erfolgt jetzt mit einem Paukenschlag der Einstieg in das boomende Geschäft mit der Sonnenenergie. Ingenieur Bender will schon in zwei Jahren 50 Millionen Euro Umsatz nur mit dem Ypsator® und dessen kleinem Bruder, dem Einetagen-Laminator, erzielen. Interessierten Kunden und Lieferanten bietet Bürkle im hauseigenen Innovationszentrum einen Labor-Laminator zum Testen an. Im Praxisversuch können dort Folien, Gläser, usw. bei verschiedenen Parametern ausprobiert werden.
Beschichtung von Jumbo-Formaten
Eine weitere Innovation stellt Bürkle mit seiner Walzenauftragmaschine GAL auf der glasstec vor. Die GAL ist eine besonders stabile Ausführung für den präzisen, gleichmäßigen Farbauftrag auf Glasplatten. Mit einer Arbeitsbreite von 3.300 mm ist die Maschine speziell für die Beschichtung von Jumbo-Formaten geeignet.
Innovative Produktionstechnologie auf der glasstec 2008
Das Thema Solartechnik hat in den vergangenen Jahren nicht nur in der Energiewirtschaft, sondern auch auf der glasstec stark an Bedeutung gewonnen. In diesem Jahr werden vom 21. bis 25. Oktober rund 130 Aussteller auf der wichtigsten internationalen Fachmesse der Glasbranche ihre Produkt- und Produktionslösungen für diesen stark wachsenden Markt präsentieren. Insbesondere die Maschinen- und Anlagenbauer nutzen die Solarsparte, um ihr Angebotsportfolio zu erweitern. Mit welchen Produktinnovationen sie dies tun, wird in den Düsseldorfer Messehallen zu sehen sein.
Robert Bürkle GmbH auf der glasstec 2008: Halle 12, Stand B15











