13/01/2014

SolarWorld AG kann Restrukturierungsbeschlüsse planmäßig umsetzen

Das zuständige Oberlandesgericht Köln hat dem deutschen Solartechnologiehersteller SolarWorld AG heute die Freigabe erteilt, die Beschlüsse der Hauptversammlung vom August 2013 und der Gläubigerversammlungen umzusetzen. „Die Beschlüsse werden jetzt ins Handelsregister eingetragen und vollzogen. Damit können wir die finanzielle Restrukturierung des Unternehmens erfolgreich und exakt im selbst gesetzten Zeitplan abschließen“, so SolarWorld Finanzvorstand Philipp Koecke.

Bereits zuvor hatte SolarWorld die finale Restrukturierungsvereinbarung mit sämtlichen Gläubigergruppen und Gläubigervertretern abschließen können. Unterzeichnet hat den Vertrag auch die Qatar Solar S.P.C. als neuer Investor des Unternehmens.

Wesentliche Bestandteile der Restrukturierung sind:
• eine vereinfachte Kapitalherabsetzung („Kapitalschnitt“)
• die Ausgabe neuer Aktien
• die Umwandlung von 55 Prozent der Altschulden in Aktien („Schuldenschnitt“)

Notwendig wurden die Beschlüsse maßgeblich wegen der dramatischen Wettbewerbslage auf dem internationalen Solarmarkt, chinesischen Überkapazitäten und Dumpingpreise. Seit 2012 haben allein in Europa rund 60 Hersteller von Solarprodukten infolge dessen Fertigungen schließen, Produktionsteile verkaufen oder Insolvenz anmelden müssen. SolarWorld hat mit erheblichen Kostensenkungen, neuen Produktentwicklungen und den beschriebenen Restrukturierungsmaßnahmen gegen diesen Trend gehalten. Für Ende Februar hat das Unternehmen die Übernahme der deutschen Zell- und Modulfertigungskapazitäten von Bosch Solar Energy angekündigt. Damit entwickelt sich SolarWorld zum größten westlichen Hersteller von kristalliner Solarstromtechnologie weltweit.

Dr.-Ing. E.h. Frank Asbeck, Vorstandsvorsitzender der SolarWorld AG: „Wir können nun planmäßig unsere Restrukturierung umsetzen. Damit wird die SolarWorld AG wieder auf eine solide finanzielle Basis gestellt. Das Jahr 2014 ist das Geburtsjahr einer neuen SolarWorld. Die neue SolarWorld mit ihren Standorten dann in Sachsen, Oregon und Thüringen hält allerdings an alten Tugenden fest: Top-Qualität und Hochleistungsmodule made in Germany und made in USA.“

Quelle: SolarWorld AG/solarworld.de