Was hat Sie persönlich an der Idee fasziniert, biophile Muster wie beim VideowindoW in Ihre Forschung zum visuellen Komfort und Wohlbefinden einzubeziehen?
Dr. Eleni Mousteri: Was mich am meisten faszinierte, war die Einführung von biophilen Mustern in eine hochmoderne Fassadentechnologie wie VideowindoW. Die Integration von Elementen, die von der Natur inspiriert sind, in ein intelligentes Beschattungssystem bietet eine neuartige Möglichkeit, das Tageslicht zu steuern - und zwar nicht, indem es wie bei herkömmlichen Systemen vollständig blockiert wird, sondern indem es auf eine ausgewogene und ansprechende Weise gestaltet wird. Dieser Ansatz macht sich die angeborene Verbindung des Menschen zur Natur zunutze und nutzt Design als Werkzeug, um die Wahrnehmung und das Erleben von Innenräumen zu verbessern.
Welche Bedeutung könnten Ihre Studienergebnisse ganz konkret für die Gestaltung zukünftiger Arbeits- und Lebensräume haben?
Dr. Eleni Mousteri: Die Ergebnisse der Studie unterstreichen das Potenzial des biophilen Designs, die Blendwirkung zu reduzieren, die Zufriedenheit der Bewohner zu erhöhen und die Akzeptanz automatischer Beschattungssysteme zu steigern. Die Integration solcher Muster in dynamische Fassaden stellt einen vielversprechenden Ansatz für die Gestaltung von menschenzentrierten, visuell komfortablen und energieeffizienten Innenräumen dar.
Welche Vorteile bietet Glas als Werkstoff?
Dr. Eleni Mousteri: Glas ist aufgrund seiner Transparenz, seiner Anpassungsfähigkeit und seiner Fähigkeit, Innenräume mit der Außenwelt zu verbinden, ein vielseitiges und wesentliches Material in der modernen Architektur. Es ermöglicht das Eindringen von Tageslicht, das für die Gesundheit der Bewohner, den Sehkomfort und die zirkadiane Regulierung wichtig ist, und trägt gleichzeitig zur Energieeffizienz bei, indem es die Abhängigkeit von künstlicher Beleuchtung verringert. In Kombination mit fortschrittlichen Technologien wie dynamischen Beschattungssystemen oder Musterprojektionen wie VideowindoW verwandelt sich Glas von einem passiven Element in eine aktive Komponente der Umweltkontrolle, indem es Licht, Blendung und Wärmekomfort ausgleicht und die visuelle und ästhetische Qualität verbessert. Sein Potenzial, sowohl funktionale als auch Erlebnisqualitäten zu unterstützen, macht es ideal für zukunftsorientiertes, auf den Menschen ausgerichtetes Design.