Wie verändern sich dadurch die Anforderungen an Hersteller und Produktionsprozesse?
Matthias Schieber: Hersteller müssen heute darauf vorbereitet sein, komplexe Designanfragen schnell, kostengünstig und bei kurzen Lieferzeiten sowie sinkenden Losgrößen zu produzieren. Denn je weniger identische Flaschen oder Gläser produziert werden, desto kürzer werden die Druckläufe je Design, Variante und Motivwechsel.
Ich habe gelernt, dass der Erfolg nicht allein darin liegt, in eine neue Technologie zu investieren. Eine vollumfängliche Technologieintegration und das Erreichen der damit verbundenen Ziele erfordert auch das Hinterfragen bestehender Prozesse und Kalkulationsmodelle im Unternehmen.
Wo sehen Sie aktuell die größten Chancen, und wo die größten Herausforderungen für die Branche?
Matthias Schieber: Vor allem im Bereich der Produktverpackungen aus Glas ist es nach wie vor eine große Herausforderung, Nachhaltigkeit und ansprechende, kreative Designs zu vereinen. Hier liegt für Unternehmen die Chance, diese Marktanforderungen mit neuen Produktions- und Dekorationsmethoden wie dem Digitaldruck auf Basis organischer Pigmente zu erfüllen.
Wie Digitalisierung und KI in anderen Bereichen der Glasindustrie zunehmend Transformation bewirken, zeigt sich hier.