19/10/2020

HEGLA-HANIC GmbH

Die Industrie 4.0 als Entwicklungsansatz für die Wertschöpfungskette der Zukunft

Die Erfassung und Auswertung von Daten erhalten mit den Veränderungsprozessen zur Industrie 4.0 ebenso wie die Software einen höheren Stellenwert. Liegen die Daten aus den Anlagen und den Prozessen erst einmal vor, ist so ein genauer Soll-/Ist-Vergleich der Planung und der Ergebnisse in Echtzeit möglich und beruht nicht länger auf Wahrscheinlichkeiten, Planwerten und einem teilerfassten Output. Noch genauer sind die Informationen, wenn in der Fertigung beispielsweise auch eine Lasermarkierung zum Einsatz kommt. Sobald eine Scheibe mit einer Nummer oder einem QR-Code gekennzeichnet wurde, kann diese über den gesamten Produktlebenszyklus eindeutig identifiziert und an den Fertigungsstationen prozesssicher getrackt werden. Je mehr solche Informationen gesammelt, verarbeitet und zur Verfügung stehen, desto ineinandergreifender und transparenter können die Prozesse gestaltet werden. Bei gezielter Bereitstellung dieser Daten beispielsweise an die Endlosoptimierung der HEGLA-HANIC fließen Zeitabweichungen unmittelbar in die Planungen ein und führen ggf. zu einer Anpassung der Schneidpläne hinsichtlich vorzuziehender Produkte oder werden zur weiteren Verschnitt­optimierung eingesetzt.

Durch die weitere Zusammenführung von Informationen aus zusätzlicher Sensorik, von Daten aus der Maschinensteuerung oder der ERP-Software entsteht ein noch exakteres Bild der Abläufe, bei dem sich dann auch die Engstellen der jeweiligen Wertschöpfungskette abzeichnen. Anhand der dabei entstehenden Kennzahlen und Zusammenhänge, können Einzelprozesse verändert, simuliert und im Rahmen der Prozessanalyse Idealabläufe definiert werden. Aus den gewonnenen Erkenntnissen werden dann im Rahmen des Prozessdesigns die Abläufe für den jeweiligen betrieb optimal gestaltet.

Der Geschäftsführer des Softwarehauses HEGLA-HANIC, Dr. Jan Schäpers, rät seinen Kunden, die Daten über längere Zeiträume zu sammeln, damit sie für eine spätere Auswertung bereit-stehen. Ebenso empfiehlt er mit Cockpits an zentralen Stellen der Produktion die Maschinen­daten, Wartungstermine, relevante Kennzahlen (KPI) oder den aktuellen Soll-/Ist-Zustand der Abarbeitung transparent anzuzeigen. Die Mitarbeiter erhalten so hilfreiche Informationen zu ihrem Prozessschritt, zur Entscheidungsfindung oder zur Erleichterung der Arbeit. Zusätzlich kann mit der Shop-Floor-Assistance App ortsunabhängig und herstellerübergreifend auf die Daten des Cockpits, der Maschine und unter anderem auch auf die Wartungsintervalle zugegriffen werden. Neben den Dokumentationen zu den einzelnen Anlagen, einem internen Bestellservice oder der Anforderung eines internen Rack-Transportes, bietet die App beispielsweise Funktionalitäten zur Identifizierung von Gläsern durch Scan des QR-Codes. Je nach Datenintegration und -weitergabe kann die App dann auch außerhalb der Produktion eingesetzt werden. Ein Scan reicht dann auf der Baustelle aus, um z. B. auf das Brandschutzzertifikat einer Scheibe zu zugreifen, ein identisches Glas direkt zu bestellen oder die Ablieferung eines Gestells per Scan oder Foto zu dokumentieren. Bei vollständiger Datenübergabe in der gesamten Wertschöpfungskette erweitern sich die Möglichkeiten deutlich: Der Fenstermontagebetrieb kann per App direkt ein Produkt nachbestellen, gleichzeitig die benötigte Scheibe bei seinem Lieferanten inklusive Preis anfragen und dem Kunden sofort einen Liefertermin nennen.

Pressekontakt:

HEGLA GmbH & Co. KG
37688 Beverungen

Carsten Koch
Telefon + 49 (0) 52 73 / 9 05 - 121
E-Mail: carsten.koch@hegla.de 

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