Sicherheit und Haftung im Zeitalter von KI und vernetzter Industrie
Von der Maschinenrichtlinie zur neuen Maschinenverordnung: KI, Software, Cybersicherheit, technische Dokumentation und Produkthaftung verändern die Anforderungen an moderne Maschinen und Anlagen. Der GIMAV Roundtable ordnet ein, was Hersteller, Zulieferer und Betreiber künftig beachten sollten.
Auf einen Blick
Datum + Uhrzeit: 23. Oktober 2026: 10:00 – 15:45 Uhr
Von der Maschinenrichtlinie zur neuen Maschinenverordnung
Die neue Maschinenverordnung verändert den rechtlichen Rahmen für europäische Hersteller industrieller Technologien grundlegend. Aus der bisherigen Richtlinie wird eine unmittelbar geltende Verordnung, die für mehr Einheitlichkeit im europäischen Binnenmarkt sorgt und Unsicherheiten bei der Anwendung der Vorschriften reduziert.
Für den Maschinen- und Anlagenbau in der Glasverarbeitung ist diese Entwicklung besonders relevant. Denn moderne Industriemaschinen sind vernetzt, softwaregestützt, updatefähig und nutzen zunehmend Sensorik, Daten, KI und maschinelles Lernen. Damit verändern sich auch Anforderungen an technische Dokumentation, Cybersicherheit, Produkthaftung und Lieferkettenverträge.
Kernthemen der Roundtable-Diskussion
Beim GIMAV Roundtable diskutieren Expertinnen und Experten, welche Chancen und Herausforderungen sich daraus für Hersteller, Zulieferer und Betreiber ergeben – und wie Unternehmen die neue Maschinenverordnung strategisch nutzen können, um Sicherheit, Haftung und Lebenszyklusmanagement zukunftsfähig aufzustellen.
KI, Software und Cybersicherheit
Die Maschinenverordnung trägt der wachsenden Bedeutung digitaler Komponenten Rechnung. Software, Steuerungssysteme, Predictive Maintenance, Machine Learning und sicherheitsrelevante Funktionen rücken stärker in den Fokus. Entscheidend ist, wie Maschinen sicher gestaltet werden, wenn sie vernetzt, updatefähig oder teilweise selbstlernend sind. Dabei wird Cybersicherheit zu einem zentralen Faktor der Maschinensicherheit. Fernzugriff, Software-Updates und After-Sales-Services müssen in Zukunft noch genauer betrachtet werden.
Produkthaftung und sichere Anwendung
Für Hersteller sind Betriebsanleitungen, Warnhinweise und Schulungen weit mehr als formale Pflichtdokumente. Sie dienen der Prävention, erhöhen die Anwendungssicherheit und schützen zugleich vor Haftungsrisiken. Die Grundsätze der integrierten Sicherheit verlangen, vorhersehbare Fehlanwendungen bereits in Konstruktion, Fertigung und Dokumentation mitzudenken – besonders bei klaren, verständlichen Betriebsanleitungen für Maschinen im industriellen Einsatz und im Servicealltag.
Nachhaltigkeit und Lieferkette
Produktsicherheit endet nicht mit dem Inverkehrbringen einer Maschine. Die Maschinenverordnung betrachtet Sicherheit zunehmend über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Dadurch gewinnen längere Maschinenlebensdauer, planmäßige und vorausschauende Wartung, Ersatzteilmanagement, Software-Updates und die Reduzierung von Anlagenstillständen an Bedeutung. Zugleich wird die digitale technische Dokumentation zu einem wichtigen Werkzeug für effizientes Lebenszyklusmanagement.
Bereiten Sie sich auf die neue Maschinenverordnung vor
Nutzen Sie den GIMAV Roundtable, um sich frühzeitig mit den neuen Anforderungen auseinanderzusetzen und Impulse für sichere, vernetzte und zukunftsfähige Maschinenlösungen in der Glasindustrie mitzunehmen.