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glasstec 2018 Geländeplan: Halle 17

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  • 02  Glasbearbeitung und Veredelung
  • 02.11  Hilfsprodukte/Hilfsmittel
  • 02.11.05  Abstandhalter

Unsere Produkte

Produktkategorie: Abstandhalter

Edgetech Super Spacer® - Warme Kante Technologie mit dem Flexibilitäts-Plus

Frei formbar, anpassungsfähig in der Ästhetik und für manuelle oder automatisierte Prozesse geeignet - der Super Spacer® Warme Kante Abstandhalter ist flexibel wie kein anderer. An der Seite des Innovationsführers Edgetech gehen Sie mit Sicherheit in eine nachhaltige Zukunft!   

Moderne Abstandhalter zur thermischen Entkopplung des Randverbunds von Isolierglasfenstern sind bei energieeffizienten Fenstern und Fassadensystemen der Missing Link. Ohne die Minimierung des Wärmeverlustes über die Warme Kante wären insbesondere Passivhäuser nicht denkbar. Abstandhalter verlassen also mehr und mehr ihre Randposition und rücken bei nachhaltig sowie wirtschaftlich denkenden Architekten, Bauherren und Glasverarbeitern in den Fokus. Insbesondere Art und Struktur der eingesetzten Materialien müssen bei der Auswahl des passenden Systems bewertet werden, denn sie bedingen wesentlich Wärmedämmeigenschaften, Einsatzfähigkeit sowie Verarbeitbarkeit.

Das in allen Belangen flexible Abstandhaltersystem
Edgetech Super Spacer® ist das weltweit erste Abstandhaltersystem aus flexiblem Strukturschaum mit integriertem Trocknungsmittel. Im Vergleich zu herkömmlichen Aluminium-Abstandhaltern überzeugt der nicht-metallische Materialverbund durch eine exponentiell geringere Wärmeleitfähigkeit. Das Glas behält über die gesamte Oberfläche eine gleichmäßige Temperatur, die Strahlungskälte über die Fensteroberflächen wird reduziert und der Taupunkt wird nach unten verschoben, was die Kondensationsbildung im Randbereich gegenüber Isolierglasfenstern ohne Abstandhalter um bis zu 70% reduziert. Die flexible Schaummatrix des Super Spacer® ist in hohem Maß feuchtedurchlässig. Daher kann der hohe Trocknungsmittelanteil Feuchtigkeit schnell absorbieren. Die Kombination der mehrschichtigen Dampfsperre im Abstandhalter mit dem äußeren Dichtstoff versiegelt gegen Feuchtigkeit von außen und Gasverlust von innen.  

Die Vorteile des Super Spacer®  
• Niedrige thermische Leitfähigkeit
• Haltbarer Randverbund
• Feuchtedurchlässige, flexible Schaummatrix
• Hoher Trocknungsmittelanteil absorbiert Feuchtigkeit
• Ansprechende Ästhetik
• Hochwertiges Silikon für bessere Beständigkeit gegen Ozon, UV-Licht und Oxidation
• Sehr gute Werte für Gasverlustrate nach EN 1279-3
• Bestwerte bei der Energieeffizienz (Ψ-Werte bis 0,028*)
• Mehr Komfort und Wohlbefinden in der Nähe von Fenstern
• Hervorragende Kondensations- und Formbeständigkeit sowie Farbstabilität
• Extreme Haltbarkeit für nachhaltige Leistung
• Höhere Produktivität durch einfache Verarbeitbarkeit (nur drei Prozessschritte)
• Nordamerika ASTM E2188/ E2189/ E2190
• Europa EN 1279
• Kanada CGSB 12.8
• CEKAL - zertifiziert für Frankreich
• P1 Industriestandard USA

Super Spacer® Premium/ Premium Plus
Der flexible Abstandhalter Super Spacer® Premium aus Silikonschaum bietet maximale Wärmedämmung des Randverbundes für Isolierglaseinheiten. Mit integriertem Trocknungsmittel und seitlichem Haftkleber erleichtert der Strukturschaum-Abstandhalter die Herstellung von Isolierglaseinheiten (IG) deutlich. In 4,7 mm (Premium) bzw. 6,5 mm (Premium Plus) Bauhöhe erhältlich.

Super Spacer® T-Spacer™ Premium/ Premium Plus und
Super Spacer® TriSeal™ Premium Plus
Diese flexiblen Abstandhalter aus Silikonschaum erfüllen die schärfsten kommerziellen Anforderungen einschließlich Structural Sealant Glazing (SSG). Das dreistufige Randverbundsystem Super Spacer® T-Spacer™ ist seitlich mit einem drucksensitiven Acrylkleber ausgestattet, der eine äußerst effiziente automatisierte Verarbeitung und Applikation der Dichtstoffe (Polyisobutylen und Randabdichtung) ermöglicht. In 6,3 mm (Premium) bzw. 7,3 mm (Premium Plus) Bauhöhe erhältlich. Der Super Spacer® T-Spacer™bildet die Basis für das dreistufige Randverbundsystem Super Spacer® TriSeal™ Premium Plus, das für die einfache manuelle Verarbeitung ab Werk mit einer Polyisobutylen-Dichtung ausgestattet ist, um Gasverlustrate und Dampfdiffusion zu reduzieren. Für Structural Sealant Glazing ist eine UV-stabile Silikonversiegelung erforderlich.

Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an uns:
[email] info@edgetech-europe.com
[web] www.superspacer.com


* Super Spacer® Premium aus Strukturschaum verarbeitet in Dreischeiben-Isolierglas mit Hotmeltversiegelung; Quelle: Bundesverband Flachglas e.V. 

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03.07.2018

Siemens Konzernzentrale: Showroom für moderne Glastechnologie

Für die Glasfassade des nachhaltigen Leuchtturmprojektes in München lieferte Petschenig glastec GmbH 7.000 m2 UNIGLAS SUN Isolierglaseinheiten mit Edgetech Europe GmbH Super Spacer® Abstandhalter sowie 1.000 m2 Spezialgläser. Am Ende kamen 103 verschiedene Glasaufbauten und 900 unterschiedliche Glasformate zusammen, damit alle Anforderungen an Energieeffizienz, Wärmedämmung, Sonnenschutz, Brandschutz, Abhörsicherheit oder Beschusssicherheit erfüllt werden konnten. 

Vorzeigeprojekt für die Smart City 
Die Wüstenstadt Las Vegas ist vorbildlich im Wassersparen, München vernetzt dezentrale Energieerzeuger im virtuellen Kraftwerk, Wien ist Testregion für intelligente Technologie-Unterstützung älterer Menschen, Smart Cities nehmen weltweit Gestalt an. Vor dem Hintergrund demografischer Veränderung sowie dem Bemühen um mehr Lebensqualität und schonenden Umgang mit Ressourcen ist das Konzept mehr als bloßes Stadtmarketing. Auch die Siemens AG hat sich der Verwirklichung von Smart Cities verschrieben, in denen intelligente Technologien und das Internet der vernetzten Dinge eine nachhaltige Zukunft maßgeblich unterstützen sollen. Eine Schlüsselrolle sieht man bei den Gebäuden, die in Europa zu 40% zum Energieverbrauch beitragen. Mit der Ankündigung, als erster Industriekonzern weltweit bis zum Jahr 2030 eine neutrale CO2-Bilanz erreichen zu wollen, hat Siemens ein Zeichen gesetzt. Da lag es nahe, auch für die neue Konzernzentrale in München ehrgeizige Nachhaltigkeitsziele auszuschreiben. 

Nachhaltigkeit in großen Zahlen 
Offener, innovativer und ressourcenschonender, so lauteten die drei wesentlichen Ansprüche an das Gebäude. Die besondere Herausforderung für die Architekten lag darin, die neue Siemens Hauptverwaltung an alter Stelle rund um zwei Bestandsgebäude am Wittelsbacher Platz, eines davon das 1825 von Leo von Klenze im klassizistischen Stil erbaute, denkmalgeschützte Ludwig-Ferdinand-Palais, zu errichten. Das von Henning Larsen Architects entworfene, lichtdurchflutete Gebäudeensemble mit seinen fünf begrünten Innenhöfen schafft den schwierigen Spagat zwischen Tradition und Moderne – städtebaulich, aber auch architektonisch. Bewusst wurde das Atrium als Ort der Begegnung mit Café und Restaurant gestaltet. Die weitestgehend öffentlich zugängliche Siemens-Passage verbindet die Altstadt mit dem Kunstareal in der Maxvorstadt.

Laut Angaben von Siemens verbraucht die neue Firmenzentrale 90% weniger Strom und rund 75% weniger Wasser. Mehr als 7.400 energieeffiziente LED-Lampen wurden installiert, mehr als 30.000 Datenpunkte sind an die Gebäudeautomatisierung angeschlossen. So wird alleine mithilfe von Tageslichtsensoren und Präsenzmeldern der Energieverbrauch um 25% reduziert. Die Photovoltaikanlage mit einer Gesamtfläche von 1.300 m2 liefert fast 1/3 der benötigten Energie. Auf dem Dach wird auch das Regenwasser gesammelt. 1,5 Millionen Liter pro Jahr sind es im Schnitt, die für die Toilettenspülung, die Bewässerung der Außenanlagen und die Gebäudeklimatisierung genutzt werden. Letztere weist die vielleicht beeindruckendsten Zahlen auf. 100.000 Liter Wasser fließen stündlich durch 70 Kilometer Rohrleitungen und sorgen je nach Jahreszeit für geheizte oder gekühlte Räume, die Energie liefern Erdwärmesonden.

Performancemix aus 140 verschiedenen Gläsern 
Auch die Verglasung trägt erheblich zur nachhaltigen Energiebilanz der neuen Siemens Hauptverwaltung bei. So bestehen alle Fassaden zu den Innenhöfen aus wärmedämmendem Dreifach-Isolierglas und sind um 5% geneigt, um Büros und Höfe mit viel Tageslicht zu fluten. Insgesamt 16.000 m2 Elementfassade montierte der verantwortliche Fassadenspezialist Strabag Metallica während der drei Jahre Bauzeit. Der Wiener Glasverarbeiter Petschenig glastec lieferte hierfür die komplette Verglasung von 8.000 m2. 7.000 m2 davon waren plane und gebogene UNIGLAS SUN Sonnenschutz-Isolierglaselemente. Trotz aller Transparenz durfte natürlich auch die Sicherheit nicht zu kurz kommen, daher bestanden weitere 1.000 m2 unter anderem aus beschusshemmenden und abhörsicheren Gläsern. Im Endergebnis wirkt die gesamte Glasfassade über alle Gebäudeteile ungemein homogen, bei genauer Betrachtung ist sie ein Showroom moderner Glastechnologie. 103 verschiedene Glasaufbauten hat Petschenig glastec ausgearbeitet, um die hohen Anforderungen an Wärmedämmung, Sonnenschutz, Brandschutz und Sicherheit zu erfüllen. Für jeden einzelnen Scheibenaufbau wurden die bauphysikalischen Kennwerte berechnet, die anschließend bei Strabag Metallica in die Simulation für die gesamte Vorhangfassade einflossen. Einen exzellenten Wärmedurchgangskoeffizienten von 0,9 W/m2K weist die Glasfassade in München schlussendlich auf. Aus mehreren Gründen wählte Petschenig glastec Super Spacer® Warme Kante System für die Dreifach-Isolierglaseinheiten. „Zum einen konnten wir damit ohne Probleme für alle Fenster und Fassadenelemente die geforderte energetische Performance gewährleisten, zum anderen hat die Fertigung auf unserer Super Spacer® Linie das Projekt logistisch und terminlich erheblich optimiert“, erklärt Geschäftsführer Hanspeter Petschenig. Sortieren, Biegen, Füllen und Butylieren rigider Abstandhalter entfallen und damit auch viele mögliche Fehlerquellen. Die flexiblen Super Spacer® Abstandhalter werden dem Applikator in verschiedenen Breiten programmgesteuert von der Rolle zugeführt. Zwar bleibt die Fertigung und Bereitstellung der unterschiedlichen Isolierglaseinheiten in der richtigen Positionsreihenfolge beim Fassadenbauer bzw. auf der Baustelle in jedem Fall eine logistische Herausforderung, durch den hohen Automatisierungsgrad wird sie jedoch wesentlich entschärft.

Weitere Informationen über Super Spacer® Abstandhaltersysteme sowie die Warme Kanten Technologie von Edgetech unter www.superspacer.com.

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03.07.2018

Edgetech Super Spacer® halten sich dezent im Hintergrund

Ästhetik oder Funktion? Ein Abstandhalter muss beim Einsatz in einer anspruchsvollen Glasfassade beide Ziele erfüllen. Das Timmerhuis in Rotterdam ist dafür ein aktuelles Beispiel.

Bei der Entscheidung für einen Abstandhalter spielt nicht nur die Frage „Warme Kante ja oder nein?“ eine wesentliche Rolle. Neben dem technischen Funktionsprinzip und ihrer energetischen Performance unterscheiden sich Abstandhalter auch in ihrer ästhetischen Wirkung. Perforationen, die bei vielen Hohlprofilen für die Wirkung des Trockenmittels notwendig sind, können den Eindruck ebenso stören wie glänzende lichtreflektierende Edelstahloberflächen. „So ein Spacer löst manchmal jede Menge Emotionen aus“, erklärt Axel Hinderberger, Geschäftsführer des gleichnamigen Fassadenbauers in Aalen. „Die Ausführung des Glasrandverbunds darf bei den Abstimmungsgesprächen nie vernachlässigt werden, denn bei der Abnahme ist es definitiv zu spät, Grundsatzdiskussionen über die Optik im Scheibenzwischenraum zu führen“, fährt er fort. Horst Matias, Technical Sales Engineer bei Edgetech Europe in Heinsberg, bestätigt den Wunsch nach homogenen, glatten Oberflächen: „Die Sichtseite eines Abstandhalters ist idealerweise gleichmäßig matt und reflektiert nicht. Super Spacer treten, sobald die Isolierglaseinheit in den Rahmen eingesetzt ist, komplett in den Hintergrund, denn nur die Rahmenfarbe spiegelt sich im Glas wider. Dank dieser Eigenschaften können auch gebogene und plane Glaseinheiten harmonisch nebeneinander verbaut werden.“

Gebogenes Glas im Timmerhuis in Rotterdam
Döring und Edgetech waren gemeinsam an einem der Leuchtturmprojekte der letzten Zeit beteiligt: das von den Rotterdamer Städtebauexperten OMA (Office for Metropolitan Architecture) erdachte Timmerhuis in Rotterdam. Das „grünste Gebäude der Niederlande“ vereint Stadtverwaltung, Wohnungen, Büros sowie das Rotterdamer Stadtmuseum und schlägt eine architektonische Brücke zum denkmalgeschützten, historischen Rathaus. Ursprünglich basierte der Entwurf auf der Idee, Büros und Wohnungen auf eine schwebende „Wolke aus Glas und Stahl“ über dem Bürgerzentrum im Erdgeschoss zu heben. Die Vorhangfassade mit Dreifach-Isolierverglasung von Saint-Gobain Glassolutions spiegelt den Himmel über Rotterdam wider. Fast wirken die gestapelten Einheiten wie ein Provisorium, so als hätte jemand sein Computerspiel während des Bauens unterbrochen. Der Eindruck ist gewollt. Das Timmerhuis ist modular konzipiert, eher als sich weiterentwickelndes Objekt, denn als architektonisches Statement. Mit dem Museum Rotterdam, das anstelle des Bürgerzentrums eingezogen ist, hat das Timmerhuis glücklicherweise einen würdigen Mieter gefunden. Die konvex geschwungenen Glaselemente der Eingangsfront bilden einen weichen, organischen Übergang zum Boden. Insgesamt 14.000 m2 lieferte die Saint-Gobain Gruppe für die Fassade. Die plan ausgeführten Gläser kamen vom Objektzentrum Radeburg, Döring lieferte 1.200 m2 gebogene, absturzsichernd ausgeführte Zweifachverglasung SSG CLIMAPLUS für die Glasfassaden im unteren Bereich. Die Elemente sind mit einem Radius von 1.000 Millimetern und einem Biegewinkel von 72 bis 163 Grad gebogen, mit Super Spacer® Abstandhaltern konfektioniert und einzeln in Aluminiumprofile eingefasst. 

Einfache Handhabung, präzise Applikation
Super Spacer® Abstandhalter bringen wichtige Eigenschaften für die einfache manuelle Verarbeitung freier Formen und gebogener Gläser sowie ein ästhetische einwandfreies Endergebnis mit. Dank der niedrigen Seitenhöhe kann Super Spacer® Abstandhalter auch bei schmalen Rahmenprofilen und geringen Glaseinständen eingesetzt werden. Das flexible Material ermöglicht darüber hinaus passgenaue Gehrung an den Ecken. Die Polyisobutylendichtung liegt verdeckt, so dass sie auch nach langen Jahren nicht vom Randverbund auf die Scheibe migrieren kann und auch der seitliche Kleber wird ohne Überstände parallel zur Glaskante appliziert. 
Dass Döring und Edgetech schon lange Jahre „Partners in Glass“ sind, freut Joachim Stoß, Geschäftsführer Edgetech Europe ungemein: „Die Mannschaft bei Döring weiß nach so vielen Projekten einfach, wie der Super Spacer eingesetzt werden kann und wie man ihn manuell präzise appliziert.“

Weitere Informationen über Super Spacer® Abstandhaltersysteme sowie die Warme Kanten Technologie von Edgetech unter www.superspacer.com.

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03.07.2018

Super Spacer® im Traumprojekt “The Opus”

The building that never sleeps“ nennt der Projektentwickler Omniyat den Tower „The Opus“. Das grandiose Formenspiel der pulsierenden Gebäudehülle war an die Grenzen des technologisch Machbaren gegangen. Wie das aktuelle Ergebnis zeigt, hat das Engineering geliefert. Auch Edgetech Super Spacer® TriSealTM sind in dem gewaltigen 3D-Puzzle in Downtown Dubai verbaut.

Zaha Hadids Vision: ein schwebender Kubus, der von innen ausgehöhlt wird
 „Wir bauen keine netten, kleinen Gebäude“, sagte Hadid 2013 dem britischen Guardian und meinte damit banale rechtwinklige Bauten. Für „The Opus“ auf der weltweit angesagtesten, architektonischen Spielwiese im Burj Distrikt, hatte Zaha Hadid die Vision eines Kubus. Ein 21-stöckiges Gebäude, das von innen ausgehöhlt wird und scheinbar über dem Erdgeschoss schwebt. Und tatsächlich, wie ein Eiswürfel, der gerade unter der heißen Wüstensonne dahinschmilzt, lässt „The Opus“ auch vom Gebäudeinneren den Blick frei auf die atemberaubende Architektur in der Umgebung: zum Dubai Water Canal, zum neuen Opernhaus oder zu Burj Khalifa und Dubai Mall. 2012 erfolgte der Baustart und im Oktober 2017 wurden die letzten Arbeiten an der Gebäudehülle abgeschlossen. Der Innenbereich wird ein 5-Sternehotel, Restaurants, Büroräume sowie Luxusapartments beherbergen. 

„The Void“: Eine ingenieurtechnische Meisterleistung
Nachdem Zaha Hadid den spektakulären Entwurf im Jahr 2007 vorgestellt hatte, landete der „Dream Tower“ umgehend auf der Top-Ten-Wunschliste der Industrie. Daniel Zhang, Edgetech/Quanex Sales Manager für China, erklärt die Faszination für Architekten und Fassadenbauer: „The Opus“ war ein Black-Box-Projekt. Niemand konnte zu Beginn sagen, wie man die organische Glasfassade nach den Vorstellungen Hadids auf 6.000 Quadratmetern wie eine als Ganzes fließende Fläche erscheinen lassen kann. Das Gebäude wie es jetzt dasteht, ist eine konzertierte, ingenieurtechnische Meisterleistung. Jede der 4.544 Glaseinheiten für den dunkelblau verglasten Leerraum ist ein individuell gefertigtes Einzelstück, die überwiegende Mehrzahl ist noch dazu gebogenes 2-fach Isolierglas mit unregelmäßigen Formen. Für unseren Bereich der Abstandhalter hieß das, eine automatisierte Applikation kam nicht in Frage. Ebenso wenig wie ein rigider Spacer, der sich nicht ohne Knicke biegen und schon gar nicht frei formen lässt. Nur ein flexibler Abstandhalter konnte die Anforderungen an Dichtigkeit und Optik erfüllen. Insbesondere in heißen Klimazonen muss eine Warme Kante über Jahrzehnte Höchstleistungen vollbringen, um den Scheibenzwischenraum hermetisch abzudichten. Aufgrund des thermischen Wechselspiels zwischen heißer Sonneneinstrahlung und Schatten wirken aufgrund der Glasbewegung permanent starke mechanische Kräfte auf den Randverbund.“

Bei Tag spiegelt die Fassade Himmel, Sonne, Wasser und futuristischer Architektur wieder. Bei Nacht hingegen soll der mit spektakulären LED-Installationen beleuchtete Leerraum („The Void“) das Gebäude mit der pulsierenden Metropole verbinden. Dafür wurden in jedem Glaspaneel individuell ansteuerbare LEDs installiert. Die transparenten Fassaden der beiden rechteckigen Stahlbetontürme sind aus 2-fach Isolierglas mit UV-Beschichtung sowie gedruckten Farbschichten aus unterschiedlich großen Punkten. Sie verleihen der Fassade einerseits eine einzigartige Vitalität, andererseits reflektieren sie das Licht und reduzieren so Solareintrag und Blendwirkung. Teams aus unterschiedlichen Fachdisziplinen wie zum Beispiel der Fassadenbauer Alu Nasa, Consultants von Koltay Facades aus Dubai, Pilkington Glass, der Isolierglashersteller Shennanyi und auch der Spacer-Lieferant Edgetech haben ihr gesammeltes Know-how in die Realisierung des „Void“ eingebracht. Das untere Ende des Leerraums wird von einem frei geformten Glasdach über dem mehrstöckigen Atrium begrenzt. Am oberen Ende des Gebäudes, in 71 Metern Höhe, sind die Türme über eine fast 38 Meter lange, elegant geschwungene und erdbebensichere Brücke, gefertigt aus gebogenem 2-fach-Isolierglas, gebogenen Aluminium-Doppelrahmen und Stahl, verbunden. 1.000 Tonnen wiegt alleine dieser Gebäudeteil. Eine millimetergenaue 3D-Modellierung von Primär- und Sekundärstahlkonstruktion, gebogenen Aluminiumprofilen, Befestigungselementen und Glaseinheiten war die Basis für alle beteiligten Zulieferer. Mehr als 10.000 individuell gebogene Aluminiumprofile kamen aus Dänemark und den Niederlanden, die Glaseinheiten wurden in drei Fabriken in China produziert und am Ende musste das gesamte 3D-Puzzle auf der Baustelle passgenau zusammengeführt werden. 

Ein langer Weg bis zum perfekten Glasmix 
Auch vor der Auswahl des richtigen Glases lag ein langer Entscheidungs- und Modellierungsprozess. Im Gegensatz zu planen Scheiben existieren für gebogene Scheiben keine Werte für Druckfestigkeit, Zugfestigkeit und Biegefestigkeit. Da die Glaskrümmung und die Glasdicke wiederum Einfluss auf die Biegesteifigkeit haben, wurden die solaren Wärmelasten sowie die maximale Energieabsorption bis zum Bruch, die minimalen Biegeradien sowie die maximalen Biegewinkel für jede Isolierglaseinheit berechnet. Darüber hinaus musste der Glasaufbau sicherstellen, dass der Solareintrag unter einer gewissen Grenze blieb, um gefährliche Reflexionsstrahlung zu verhindern, die zu thermischen Brüchen an den gegenüberliegenden Glasfassaden führen könnten. Verbaut wurde am Ende eine Mischung aus wenigen planen und einfach gebogenen Gläsern sowie aus heiß und kalt gebogenen 2-fach-Isolierglaseinheiten. Da in einem heißen Klima wie in Dubai die thermische Belastung für Glas ungleich höher ist, als in gemäßigten Breiten, und die dunklen Gläser darüber hinaus viel Energie absorbieren, sollte das Glas möglichst getempert sein – ein Verfahren, das bis zu diesem Zeitpunkt für gebogene Isolierglaseinheiten noch nicht industriell erprobt war. Chemisch getempertes, heißgebogenes Glas war zu teuer. Der Isolierglashersteller Shennanyi entwickelte daher speziell für das kombinierte Heißbiegen und Tempern eine Technologie, bei der die Isolierglaseinheiten auf 700℃ erhitzt werden und nach dem Formen getempert sowie mithilfe von Druckluftdüsen abgekühlt werden, um die Bruchfestigkeit zu erhöhen. Aufgebaut waren die Einheiten aus 8 mm Low-E (innen beschichtet), 16 mm Zwischenraum, 6 mm Klarglas, 1,52 mm PVB-Farblaminat und wiederum 6 mm Klarglas von Pilkington China. Um Kosten zu sparen, reduzierte man die Zahl der heiß gebogenen Elemente auf ein Minimum und setzte so weit möglich kalt gebogenes, und damit wirtschaftlich zu fertigendes, getempertes Isolierglas ein.

Weitere Informationen über Super Spacer® Abstandhaltersysteme sowie die Warme Kanten Technologie von Edgetech unter www.superspacer.com.

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Über uns

Firmenporträt

Der flexible Abstandhalter für mehr Energieeffizienz im Gebäude
Die flexiblen, schaumstoffbasierten Abstandhaltersysteme Super Spacer® von Edgetech fungieren als energieeffiziente Warme Kante in Isolierglasfenstern. Sie reduzieren in erheblichem Maß den Energieverlust nach außen, verhindern weitestgehend Kondensationsbildung und tragen darüber hinaus zur Lebensdauer eines Fensters bei. Weltweit werden jährlich rund 300 Millionen Meter in mehr als 90 Länder mit unterschiedlichen Klimazonen von Alaska bis Dubai verkauft. Aufgrund des flexiblen Materials sind Super Spacer® frei formbar, anpassungsfähig in der Ästhetik und sowohl für manuelle als auch automatisierte Fertigungsprozesse geeignet.

Innovationsführerschaft und Kundennähe seit mehr als 30 Jahren
Edgetech zählt zu den Pionieren für die Warme Kante Technologie und damit auch für nachhaltige Produkte in der Architektur. Seit 1989 verbessern Super Spacer® Abstandhaltersysteme Leistung und Energieeffizienz von Isolierglassystemen weltweit. Neben Innovationskraft, größtmöglicher Kundennähe und hoher Servicekraft tragen permanente Qualitätsoffensiven sowie professionelles Marketing wesentlich zum Erfolg bei. 

Edgetech Europe GmbH – starker Partner der Isolierglashersteller
Als 100%ige Tochter gehört die in Heinsberg ansässige Edgetech Europe GmbH zur Quanex Building Products Corporation. Quanex ist ein branchenführender Komponentenhersteller, der überwiegend an Erstausrüster (OEMs) aus der Baustoffindustrie liefert. Quanex entwickelt und produziert energieeffiziente Fensterprodukte neben Küchen- und Badkomponenten mit Sitz in Houston, Texas. Gemessen am Umsatz ist Edgetech/Quanex größter Abstandhalterhersteller der Welt. Die Edgetech Europe GmbH ist Vertriebsstandort für die Märkte in Kontinentaleuropa und eine von drei weltweiten Edgetech-Produktionsstätten mit insgesamt 450 Mitarbeitern und 16 Extrudern. Weitere Informationen über Super Spacer® Abstandhaltersysteme sowie die Warme Kanten Technologie von Edgetech unter www.superspacer.com.

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